Baden-Württemberg: Aufbau des geplanten Lokführer-Personalpools verzögert sich

Der Aufbau eines geplanten Lokführer-Personalpools für Baden-Württemberg verzögert sich. Die nach einer Ausschreibung eingegangenen Angebote seien laut Verkehrsministerium „nicht wirtschaftlich“. Eine erste Sitzbereitschaft sollte bereits im Januar starten.


Aus der geplanten Lokführerbereitschaft, die zum 1. Januar 2020 im Großraum Stuttgart starten sollte, wird vorerst nichts. Wie das zuständige Verkehrsministerium mitteilt, seien die nach einer europaweiten Ausschreibung eingegangenen Angebote von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg geprüft und für „nicht wirtschaftlich tragfähig“ befunden worden. Nun will das baden-württembergische Verkehrsministerium direkt mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen und Personaldienstleistern verhandeln, um den geplanten Personalpool noch zu realisieren. Dabei wolle man ein „für alle akzeptables Ergebnis“ erreichen. Ziel sei es, dass damit von März 2020 an Engpässe bei Triebfahrzeugführern etwa im Krankheitsfall kurzfristig behoben werden können.

Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg will in vier Regionen des Bundeslandes eine Sitzbereitschaft und eine Langzeitreserve vorhalten, damit Ersatzlokführer bei drohenden Zugausfällen kurzfristig oder für längere Zeit einspringen können. Die Finanzierung des Personalpools soll vom Land übernommen werden. Wenn Eisenbahnunternehmen diese Mitarbeiter benötigen, müssten sie sich an den Kosten beteiligen. So soll verhindert werden, dass Verkehrsunternehmen im Vertrauen auf den Pool beim eigenen Personal sparen.


red, Titelfoto: VM BW

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