Meridian-Zug überfährt ins Gleis gestürzten Einkaufswagen – Verursacherin flüchtet

Ein Meridian-Zug der Bayerischen Oberlandbahn hat am Dienstag (26. November) am Bahnhof München Donnersbergerbrücke einen Einkaufswagen überfahren. Das Hindernis war kurz zuvor vom Bahnsteig in den Gleisbereich gestürzt.


© Bundespolizei

Wie die Bundespolizei mitteilt, befand sich gegen 12:50 Uhr eine Frau mit Einkaufswagen am Bahnhof München Donnersbergerbrücke auf dem Bahnsteig. Als sie ihr Gepäck am Gleis 1 aus dem Wagen nahm, und noch in den Händen hielt, geriet der Einkaufswagen ins Rollen und stürzte in den gegenüberliegenden Gleisbereich. Wenig später fuhr ein vom Hauptbahnhof kommender Meridian-Zug in den Bahnhof ein und erfasste das Hindernis. Der Lokführer konnte einen Aufprall trotz eingeleiteter Schnellbremsung nicht mehr verhindern. Der Einkaufswagen verkeilte sich so stark unter dem Zug, dass eine Weiterfahrt nicht mehr möglich war. Die Fahrgäste mussten den Zug verlassen.

Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr München schnitten den zerstörten Einkaufswagen unter dem Zug heraus. Er wurde anschließend von der Bundespolizei sichergestellt.

Der betroffene Zug wurde später zum Hauptbahnhof zurück gefahren und wird auf mögliche Beschädigungen genauer überprüft.

Gegen die Verursacherin, eine bislang unbekannte Frau, wird von Seiten der Bundespolizei nun wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. Nach der Sichtung der Videoaufzeichnungen vom Bahnsteig gehen die Beamten davon aus, dass die Frau das Wegrollen bemerkt haben muss, aber nichts dagegen unternommen hat. Stattdessen stieg sie in die nächste S-Bahn in Richtung Flughafen.

Wie Bundespolizeisprecher Wolfgang Hauner erklärt, haben Einkaufswagen auf Bahnsteigen nichts zu suchen! Sie sind zudem meist Eigentum eines Geschäfts und nur für die Benutzung dort gedacht. „Bahnsteige fallen zu den Seiten hin leicht ab und unterstützen damit ein Wegrollen. Dies gilt auch für Kinderwägen und Reisegepäck mit Rollrädern.“ Auch die Sogwirkung eines vorbeifahrenden Zuges könne rollbare Gegenstände leicht in Bewegung bringen, so der Sprecher weiter.


red, Titelfoto: Berufsfeuerwehr München

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