ÖBB: Ausbau des Nachtzugangebots – Matthä und Lutz sprechen über neue Nightjet-Verbindungen durch Deutschland

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) wollen ihr bestehendes Nachtzugangebot weiter ausbauen. Hierzu ist ÖBB-Chef Andreas Matthä nach eigenen Angaben im Gespräch mit Bahnchef Richard Lutz, um zu klären, wie man die Kooperationen ausbauen kann. Neue Verbindungen durch Deutschland – zum Beispiel zwischen Berlin und Brüssel – seien vorstellbar, sagte Matthä laut einem Bericht des Handelsblatt. Für 2020 hat die ÖBB bereits einige neue Nightjet-Verbindungen von Wien über Frankfurt nach Brüssel und Amsterdam sowie von Zürich nach Hamburg und Berlin angekündigt. Auch eine Verbindung bis nach Schweden sei in Zukunft „nicht uninteressant“, ließ Matthä bereits im Oktober durchblicken.

Aktuell betreibt die ÖBB 26 Nightjet-Linien und erwirtschaftet damit rund 16 Prozent ihres Fernverkehrsumsatzes. Auch wenn man mit den Nachtzügen nicht reich werde, so sei es wichtig für die Positionierung des Unternehmens, sagte der ÖBB-Chef. Außerdem liefere die aktuelle Klimadebatte derzeit Rückenwind für den Ausbau des Nachtzugnetzes.

Um die zusätzlichen Verbindungen in den kommenden Jahren bedienen zu können, haben die Österreichischen Bundesbahnen 13 neue Nightjets bestellt. Die neuen Züge sollen ab 2022 unterwegs sein. Einen ersten Vorgeschmack hat die ÖBB kürzlich mit der Präsentation eines digitalen Entwurfs der neuen Fahrzeuge gegeben. Das Auftragsvolumen für die neuen Züge soll unbestätigten Quellen zufolge rund 230 Millionen Euro betragen.


red, Titelfoto: ÖBB (Archiv)

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