Lebensgefährlicher Spaziergang in den Gleisen – Bundespolizei nimmt Gleisläufer in Gewahrsam

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (28./29. November) wurde die Bundespolizei über einen Gleisläufer informiert, der sich im Bereich der Bahnstrecke zwischen den Stationen Köln-Geldernstrasse und Köln-Nippes aufhalten würde.


Kurz nach 0:30 Uhr alarmierte die Deutsche Bahn die Bundespolizei: Der Lokführer einer S-Bahn der Linie 11 hatte eine dunkel gekleidete Person im Gleisbereich gesehen und eine Schnellbremsung veranlasst. Zunächst war unklar, ob der Zug rechtzeitig zum Halten gekommen war. Bundespolizisten konnten wenig später im Rahmen ihrer Fahndung einen 35-jährigen Mann in Gewahrsam nehmen, der orientierungslos durch die Gleise lief. Zur Identitätsfeststellung wurde der Gleisläufer mit zur Dienststelle genommen. Gegenüber den Einsatzkräften gab der Kölner an, sich verlaufen zu haben und unter Medikamenteneinfluss zu stehen. Dass er sich selbst in Lebensgefahr gebracht hatte, hatte er völlig außer Acht gelassen. Die Bundespolizei erstattete Strafanzeige wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Da die Gleise aufgrund des Vorfalls gesperrt waren, erhielten 17 Züge eine Gesamtverspätung von 465 Minuten.

In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei daraufhin, dass ein unbefugtes Betreten der Gleise zu lebensgefährlichen Verletzungen bis hin zum Tode führen kann.


red, Titelfoto: Bahnblogstelle (Symbolbild)

Advertisements