Unfallermittler veröffentlichen Untersuchungsbericht zum Bahnunglück im Mai 2018 in Großen-Buseck

Laut dem Untersuchungsbericht der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) ist das Bahnunglück vom 22. Mai 2018 in Großen-Buseck auf ein Fehlverhalten des Lkw-Fahrers zurückzuführen. Damals war gegen 08:31 Uhr ein Personenzug der Hessischen Landesbahn (HLB) auf der Bahnstrecke zwischen Gießen und Fulda bei km 11,138 mit einem Lkw, der auf dem dortigen Bahnübergang stand, zusammengestoßen. Bei dem Ereignis wurden drei Personen schwer und 17 Personen leicht verletzt. Unter den Schwerverletzten befanden sich der Triebfahrzeugführer und eine Zugbegleiterin. Der Lkw-Fahrer konnte das Führerhaus noch rechtzeitig verlassen und blieb unverletzt. Am Lkw entstand Totalschaden. Der Zug, ein Dieseltriebwagen der Baureihe VT 642 (Siemens Desiro), wurde im Frontbereich erheblich beschädigt. An der Infrastruktur entstanden nur geringe Schäden. Unfallermittler beziffern den Gesamtschaden des Unglücks auf über eine Million Euro.

Ursächlich für das Ereignis war der Lkw-Fahrer, der mit seinem Fahrzeug auf dem Bahnübergang stand. Mit Verweis auf § 19 Abs. 3 Straßenverkehrsordnung (StVO) hätte der Lkw-Fahrer aufgrund des Rückstaus im Straßenverkehr vor dem Andreaskreuz warten müssen, heißt es im Untersuchungsbericht.

Zum Untersuchungsbericht


red, Titelfoto: © Bundespolizei

Advertisements