Neues Güterwagenkonzept: ÖBB Rail Cargo Group und voestalpine liefern erste „TransANT“-Güterwagen aus

Die ÖBB-Güterbahntochter Rail Cargo Group und der Technologiekonzern voestalpine haben mit dem „TransANT“ einen neuen Güterwagentyp entwickelt. Die ersten Waggons wurden bereits an LogServ übergeben.


Beim Güterwagenkonzept „TransANT“ handelt es sich um einen modularen Leichtbauwaggon, der mit verschiedenen Aufbauten an die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden kann. Das österreichische Verkehrsministerium hat das innovative Projekt kürzlich mit dem Staatspreis Mobilität ausgezeichnet. Entwickelt wurde die neue Güterwagengeneration von der ÖBB Rail Cargo Group (RCG) und dem Technologiekonzern voestalpine.

© ÖBB

Der „TransANT“ bietet nach ÖBB-Angaben einen Zuladungsvorteil von bis zu vier Tonnen pro Waggon – unter anderem aufgrund des 20 Prozent leichteren Untergestells. Die standardisierte Plattform ist in verschiedenen Längen zwischen 33 und 70 Fuß verfügbar, die modularen Aufbauten sind je nach Kundenwunsch in diversen branchenspezifischen Ausführungen erhältlich. Im Unterschied zu anderen modularen Equipmentkonzepten ist der „TransANT“ auch im konventionellen Einzelwagenverkehr uneingeschränkt einsetzbar. Die intelligente Schnittstelle zwischen Aufbau und Tragwagen ermögliche zudem die Abrollbergfähigkeit und der Tragwagen ist ohne Aufbau auch als Containertragwagen für intermodale Verkehre nutzbar. Geplant ist, dass die neue Güterwagengeneration künftig auch mit automatischen Kupplungen ausgestattet wird.

Die erste Garnitur, bestehend aus 13 Doppeleinheiten mit einer Zuglänge von 293 Metern, wurde am 21. November an die Logistik Service GmbH (LogServ), eine Tochtergesellschaft des voestalpine-Konzerns, am Standort Linz übergeben. Der Gesamtauftrag für die logserv GmbH umfasst 30 Doppeleinheiten mit einer Gesamtlänge von 675 Metern und insgesamt 1.170 Tonnen Gewicht. Sämtliche Einheiten sollen bis Ende des Jahres 2019 ausgeliefert werden.

„Durch das gebündelte Know-How wurde eine neue Waggongeneration geschaffen, die auch neue Umweltstandards setzt. Der Einsatz unserer hochfesten Leichtbaustähle steigert die Effizienz und erspart der voestalpine im Erztransport jährlich 100 Zugfahrten“, erklärt Wolfgang Mitterdorfer, Vertriebsvorstand der Steel Division des voestalpine-Konzerns.


red, Titelfoto: ÖBB

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