Schwarzfahrer zieht Messer und bedroht Bahnmitarbeiter – Couragierte Reisende überwältigen alkoholisierten Mann

Am Samstagabend (30. November) eskalierte die Fahrausweiskontrolle in einem ICE zwischen Essen und Bochum. Ein Schwarzfahrer zog ein Messer und bedrohte damit einen Bahnmitarbeiter. Couragierte Reisende griffen ein.


ICE 626 befand sich gegen 18 Uhr auf dem Weg in Richtung Dortmund. Polizeiangaben zufolge wollte ein 43-jähriger Bahnmitarbeiter den Fahrausweis eines 41-Jährigen algerischen Staatsangehörigen überprüfen. Nach Angaben von Zeugen soll der 41-Jährige eine solchen nicht besessen haben. Zudem sei der in Hannover gemeldete Mann im Laufe des Gesprächs immer aggressiver geworden.

Als dieser zur Erstellung einer Fahrpreisnacherhebung seine Identität angeben sollte, soll der Algerier ein Taschenmesser gezogen und die Klinge ausgeklappt haben. Daraufhin flüchtete der Bahnmitarbeiter. Couragierte Reisende überwältigten und entwaffneten den Tatverdächtigen.

Beim Halt des Zuges im Bochumer Hauptbahnhof flüchtete der Tatverdächtige aus dem Zug. Auf der Treppe zum Personentunnel nahmen Bundespolizisten den Flüchtigen fest. Ein Atemalkoholtest bei dem 41-Jährigen ergab, dass er mit 1,9 Promille nicht unerheblich alkoholisiert war.

Zur Verhinderung weiterer Straftaten wurde er später in das Polizeigewahrsam eingeliefert. Gegen den polizeibekannten Mann wurden Strafverfahren wegen Beförderungserschleichung, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung eingeleitet.


red, Titelfoto: Bundespolizei (Symbolbild)

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