28-jähriger Mann stürzt bei Auseinandersetzung aus Regionalzug – Polizei nimmt drei Tatverdächtige fest

Am vergangenen Wochenende ist ein 28-jähriger Mann aus einem fahrenden Regionalzug gestürzt. Polizeiangaben zufolge war eine körperliche Auseinandersetzung vorausgegangen. Drei Tatverdächtige konnten später festgenommen werden.


Am Samstagabend (7. Dezember) kam es gegen 19 Uhr in einem Nahverkehrszug der Linie RB 53 auf dem Weg von Dortmund nach Iserlohn zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Kurz vor dem Haltepunkt Dortmund-Aplerbeck Süd stürzte ein 28-jähriger Mann infolge des Zwischenfalls aus dem Zug.

Wie bisherige polizeiliche Ermittlungen ergaben, sollen drei Fußballfans den 28-Jährigen zunächst verbal und anschließend körperlich angegriffen haben. Dabei wurde der Angegriffene offenbar mehrfach gewaltsam gegen eine Fahrgasttür gestoßen. Durch die Gewalteinwirkung gegen die Tür wurden deren Führungsschienen beschädigt. Hierdurch öffneten sich die Türflügel und der 28-Jährige stürzte aus dem Zug. Polizeiangaben zufolge fiel er etwa 100 Meter vor dem Bahnsteig in den Gleisbereich.

Weil dem Triebfahrzeugführer während der Fahrt im Führerstand eine geöffnete Zugtür angezeigt wurde, leitete er eine Schnellbremsung ein. Nachdem der Zug am Bahnsteig zum Stehen kam, konnten die drei Tatverdächtigen zunächst flüchten. Im Rahmen einer Nahbereichsfahndung nahmen Einsatzkräfte der Dortmunder Polizei später drei Männer im Alter von 25, 26 und 41 Jahren vorläufig fest.

Der verunfallte Mann wurde durch den Sturz aus dem Zug verletzt und musste in eine Klinik eingeliefert werden. Er konnte diese aber nach ambulanter Behandlung am gleichen Abend wieder verlassen.

Für die weiteren Ermittlungen haben Kriminaltechniker der Bundespolizei die Sicherung des Zugdatenschreibers angeordnet und Spuren an der beschädigten Tür gesichert.


red, Titelfoto: Bahnblogstelle (Symbolbild)

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