Hoher Sachschaden nach Rangierunfall im Münchner S-Bahn-Werk Steinhausen

Eine Rangierfahrt im S-Bahn-Betriebswerk München-Steinhausen ist am Montagabend (9. Dezember) auf einen stehenden Zug aufgefahren. Durch den Unfall kam es zu Beschädigungen an beiden S-Bahn-Zügen sowie am Oberbau. Der Sachschaden wird auf rund 200.000 Euro geschätzt.


Eine 21-jährige Triebfahrzeugführerin hat am späten Montagabend gegen 23:30 Uhr im Bereich des Münchner S-Bahn-Werks Steinhausen einen Bahnbetriebsunfall verursacht. Während einer Rangierfahrt übersah sie – vermutlich aus Unachtsamkeit – eine im Gleis 106 abgestellte S-Bahn. Polizeiangaben zufolge fuhr die Rangierfahrt ungebremst mit rund 25 km/h auf den anderen Zug auf. Laut ersten Schätzungen entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 200.000 Euro.

Die Triebfahrzeugführerin blieb unverletzt, sie erlitt jedoch einen leichten Schock. Da es sich um eine Leerfahrt handelte, waren keine Reisenden an Bord.

Ermittler der Münchner Bundespolizei sicherten mit Spezialisten der Deutschen Bahn die Fahrdaten und nahmen den, mit deutlichem Zeitverzug gemeldeten Bahnbetriebsunfall erst gegen Dienstagmittag auf. Zudem wurde das Mobiltelefon der 21-Jährigen sichergestellt, um festzustellen, ob es sich zum Tatzeitpunkt in Betrieb befand.

Durch den Zusammenstoß wurden die Kupplungen der zwei S-Bahn-Züge erheblich beschädigt. Im Fahrgastraum entstanden Beschädigungen an mehreren Sitzreihen. Außerdem wurde der Gleisoberbau auf etwa 30 Metern Länge deformiert.

Die Bundespolizei ermittelt gegen die 21-Jährige wegen Gefährdung des Bahnverkehrs.


red, Titelfoto: Bundespolizei