Polizeibeamte treffen vermissten 55-jährigen „Handyhasser“ im Zug an

Ein in den Medien als „Handyhasser“ bekannt gewordener 55-jähriger Mann, konnte am Mittwoch (11. Dezember) in einem Zug von Stralsund nach Rostock durch Bundespolizisten angetroffen werden. Der Gesuchte war am Tag zuvor durch die Polizeiinspektion Rostock zur Gewahrsamnahme ausgeschrieben worden.


Der gesuchte 55-Jährige war in den letzten Wochen mehrfach in Zügen und an Bahnhöfen aufgefallen, indem er Reisende wegen möglicher Gefahren durch Handystrahlen anpöbelte und ihnen Kopfhörer sowie Handys entriss. Bei einem Vorfall dieser Art hatte er sogar das Handy eines Reisenden aus einem Zugfenster geworfen. Mit Beschluss des Amtsgerichts Rostock vom 9. Dezember war die vorläufige Einlieferung des Mannes in die Universitätsmedizin Rostock veranlasst worden. Dort hielt er es offensichtlich nicht lange aus, da er schon am Folgetag von der Klinik als abgängig gemeldet wurde und er daraufhin von der Polizeiinspektion Rostock als vermisst ausgeschrieben wurden. Bei seiner Gewahrsamnahme verhielt er sich gegenüber den Beamten ruhig. Er gab lediglich an, eine Strafanzeige aufgeben zu wollen. Um was für eine Anzeige es sich handeln sollte, verriet er den Beamten nicht.

Nachdem er am Mittwochvormittag im Zug angetroffen werden konnte, übergaben die Stralsunder Bundespolizisten den Mann an ihre Kollegen am Hauptbahnhof in Rostock, die ihn letztendlich an die Kollegen der Polizeiinspektion Rostock übergaben.


red, Titelfoto: Bundespolizei (Symbolbild)