Léman Express eingeweiht: Am Sonntag geht Europas größtes grenzüberschreitendes S-Bahn-Netz in Betrieb

Am Donnerstag (12. Dezember) wurde der Léman Express – das neue grenzüberschreitende Bahnnetz zwischen der Schweiz und Frankreich – im Beisein von Behördenvertretern beider Länder eingeweiht. Herzstück dieser S-Bahn ist die CEVA-Strecke zwischen Genève Cornavin und Annemasse, die in acht Jahren Bauzeit errichtet wurde. Über 240 Züge werden ab Sonntag (15. Dezember) täglich die Landesgrenze überqueren.


© SBB

Der Léman Express verbindet die französischen Départements Haute-Savoie und Ain mit den Schweizer Kantone Waadt und Genf. Offizielle Vertreterinnen und Vertreter Frankreichs und der Schweiz weihten ihn am Donnerstag ein. An den Feierlichkeiten nahmen unter anderem Simonetta Sommaruga, Schweizer Bundesrätin und Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, Frédéric Journès, französischer Botschafter in der Schweiz, Nuria Gorrite, Präsidentin der Kantonsregierung Waadt und Leiterin der Infrastrukturdirektion, Serge Dal Busco, Genfer Regierungsrat und Leiter der Infrastrukturdirektion, Laurent Wauquiez, Präsident der Region Auvergne-Rhône-Alpes, Andreas Meyer, CEO der SBB AG, und Frank Lacroix, Generaldirektor TER, teil.

Ab dem kommenden Sonntag wird der Léman Express mit seinen 45 Bahnhöfen und 230 Kilometern Strecke als größtes grenzüberschreitendes S-Bahn-Netz Europas in Betrieb gehen. Die Linien L1, L2, L3 und L4 verbinden Coppet und Genf mit Evian-les-Bains, Annecy, Saint-Gervais-les-Bains-Le Fayet und Annemasse. Die Linien L5 und L6 verkehren zwischen Genf, La Plaine und Bellegarde. Auf dem Netz werden täglich rund 240 Züge unterwegs sein. Die binationale Fahrzeugflotte setzt sich aus 23 Stadler FLIRT- und 17 Alstom Coradia Polyvalent-Zügen zusammen. Die SBB und die Region Auvergne-Rhône-Alpes haben knapp 500 Millionen Franken (rund 460 Millionen Euro) in die 40 Züge des Léman Express investiert. Bei den Zügen kommt Alstoms Bordsignallösung Atlas ETCS Baseline 3 zum Einsatz.


red, Titelfoto: Alstom / Gaku Kawabe

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