Zwei Jahre nach Betriebsaufnahme: DB verzeichnet weiter wachsende Nachfrage auf Schnellfahrstrecke Berlin–München

  AKTUALISIERT   Seit mittlerweile zwei Jahren ist die neue Schnellfahrstrecke von Berlin über Halle/Leipzig, Erfurt und Nürnberg nach München in Betrieb. Die ICE 3, die hier als Sprinterzüge zum Einsatz kommen, können auf der rund 623 Kilometer langen Strecke ihre Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h ausfahren und verbinden damit die beiden Metropolen in unter vier Stunden. Ebenso auf der Strecke unterwegs, sind seit Ende 2018 auch die neuen ICE 4-Züge.


Nach Angaben der Deutschen Bahn verzeichnet das Unternehmen weiterhin eine wachsende Nachfrage bei den täglichen Verbindungen. „Bereits im November letzten Jahres – also ein Jahr nach Eröffnung der neuen Schnellfahrstrecke – zählte die DB 4,4 Millionen Reisende zwischen Berlin und München. Damit waren zu diesem Zeitpunkt schon doppelt so viele Reisende auf der neuen Strecke unterwegs als auf der alten im Jahr zuvor“, sagte eine Bahnsprecherin gegenüber Bahnblogstelle. Weil zudem seit Ende 2018 zusätzliche Fahrten und mehr Sitzplatzkapazitäten angeboten werden, sei die Nachfrage im ersten Quartal 2019 um 10 Prozent und im gesamten Fahrplanjahr 2019 um vierzehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag (15. Dezember) soll das Angebot zwischen Berlin und München nochmals um rund 10 Prozent ausgebaut werden. „Zusätzlich zu den fünf täglichen Sprinterzügen, die in weniger als vier Stunden die Landes- und Bundeshauptstadt verbinden, gibt es künftig einen echten Stundentakt für München und Nürnberg“, so die Bahnsprecherin.

Die Auslastung im gesamten Fernverkehrsnetz – nicht nur auf der Schnellverbindung Berlin–München – steige kontinuierlich. „2018 hatten wir eine Auslastung der Fernverkehrszüge von rund 56 Prozent. Grundsätzlich ist die Nachfrage und damit auch die Auslastung (in regulären Wochen ohne besondere Feiertagskonstellationen) in folgenden Zeiträumen am höchsten: Montagvormittag, Freitagnachmittag und Sonntagnachmittag. Recht niedrig ist die Auslastung hingegen dienstags und mittwochs“, heißt es aus der DB-Konzernzentrale. Genaue streckenbezogene Auslastungszahlen wollte das Unternehmen nicht nennen.

Die neue Schnellverbindung zwischen Berlin und München, die über Halle/Leipzig, Erfurt und Nürnberg führt, wurde am 8. Dezember 2017 feierlich in Betrieb genommen. Die ersten Fernzüge nahmen zwei Tage später ihren regulären Fahrgastbetrieb auf. Neben ICE 3 und ICE-T kommen seit Ende 2018 auf der Verbindung auch ICE 4-Züge zum Einsatz.


red – aktualisiert, Titelfoto: DB AG (Archiv)

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