Reisedaten veröffentlicht: Datenschutzbeauftragte lädt Deutsche Bahn wegen Greta-Tweets zum Gespräch

Die Tweets über Greta Thunbergs Fahrt in der 1. Klasse des ICE 74 haben für die Deutsche Bahn offenbar ein Nachspiel. Wie ein Sprecher der Berliner Datenschutzbeauftragten gegenüber dem SPIEGEL erklärte, nehme man „den Einzelfall zum Anlass, um mit der Bahn über den Umgang mit persönlichen Reisedaten zu sprechen.“

Die Pressestelle der Deutschen Bahn hatte am Wochenende auf einen Tweet der Klimaaktivistin Greta Thunberg reagiert – und darin sowohl die Zugnummer der Reisenden als auch ihren Sitzplatz in der 1. Klasse erwähnt (Bahnblogstelle berichtete). Laut Datenschutzbehörde dürfen persönliche Daten aber nur mit Einwilligung der Betroffenen veröffentlicht werden – es sei denn, der Konzern könne sich auf eine Rechtsgrundlage berufen, heißt es weiter. Gegenüber dem Tagesspiegel kündigte die Deutsche Bahn eine „juristische Stellungnahme“ zu dem Fall an. Darin solle der Zeitung zufolge geprüft werden, ob die Deutsche Bahn berechtigte Interessen hatte, die persönlichen Daten der 16-jährigen Klimaaktivistin zu veröffentlichen.


red, Titelfoto: DB AG