Schlag gegen Graffiti-Bande – Ermittlungsbehörden durchsuchen Wohnungen von Beschuldigten

Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Bundespolizei ermitteln in einem Großverfahren gegen acht Beschuldigte im Alter zwischen 23 und 31 Jahren wegen Sachbeschädigung. Den Beschuldigten wird zur Last gelegt, in insgesamt 78 Fällen überwiegend im Stadtgebiet von Dresden unerlaubt großflächig Graffiti an Eisenbahnwaggons angebracht und hierdurch einen Gesamtschaden von ca. 220.000 Euro verursacht zu haben. Zu den geschädigten Eisenbahnunternehmen gehören die Deutsche Bahn, die ehemalige Städtebahn Sachsen, die Transdev Mitteldeutschland GmbH sowie die ITL Eisenbahngesellschaft mbH.

Am Mittwoch (18. Dezember) wurden im Rahmen des Ermittlungsverfahrens fünf richterlich angeordnete Durchsuchungen in Dresden durchgeführt. Bei den durchsuchten Objekten handelte es sich um Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern. Bei der Durchsuchung, an der 40 Beamte der Bundespolizei beteiligt waren, wurden umfangreiche Beweismittel aufgefunden und beschlagnahmt (u. a. Speichermedien, internetfähige Kommunikationsmittel sowie bei der Tatausführung verwendete Gegenstände). Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Bundespolizei dauern an.


red, Titelfoto: Bundespolizei