Bahnchef Lutz: „Können Millionen Kunden zum 1. Januar attraktivere Ticketpreise anbieten“

Der Bundesrat hat am Freitag (20. Dezember) dem Kompromiss von Bund und Ländern zum Klimapaket zugestimmt. Damit kann ab Januar die Mehrwertsteuer auf Fernbahntickets von bislang 19 auf 7 Prozent gesenkt werden. Der Bundestag hatte die im Vermittlungsausschuss ausgehandelte Einigung am gestrigen Donnerstag gebilligt. Der Kompromiss sieht vor, dass die Länder als Ausgleich für Steuerausfälle vom Bund mehr Geld bekommen. Bahnchef Richard Lutz äußerte sich zufrieden über die jetzige Einigung.


Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG:

„Wir freuen uns für unsere Millionen Kunden im Fernverkehr in Deutschland, dass wir ihnen nun pünktlich zum 1. Januar noch attraktivere Ticketpreise im klimafreundlichsten Verkehrsmittel anbieten können. Ausdrücklich danken wir allen beteiligten politischen Partnern, die diese Entscheidung herbeigeführt haben – allen voran Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Das ist ein starker Auftakt für das klimapolitisch so wichtige neue Jahrzehnt.“

Ab dem 1. Januar 2020 sinken die Ticketpreise im Fernverkehr der Deutschen Bahn um rund 10 Prozent. Dank der reduzierten Mehrwertsteuer werden Sparpreise und Flexpreise damit deutlich günstiger. Nach DB-Angaben sinken auch die Preise für die BahnCard 100, für Streckenzeitkarten, zur Mitnahme von Fahrrädern sowie für die Sitzplatzreservierung um 10 Prozent. Der Super Sparpreis – bislang für 19,90 Euro im Verkauf – reduziert sich auf 17,90 Euro. Mit BahnCard-Rabatt liegt der neue Einstiegspreis für den Fernverkehr bei 13,40 Euro. Das sei der niedrigste reguläre Preis für eine Fahrkarte im Fernverkehr seit der Bahnreform 1994. Noch keine Entscheidung gebe es zur BahnCard 25 und BahnCard 50 – hier müssten sich Bund und Länder noch einigen, heißt es aus der Konzernzentrale.

Insgesamt rechnet die DB allein durch die Absenkung der Mehrwertsteuer im Fernverkehr mit einem jährlichen Plus von fünf Millionen Fahrgästen. Bereits über die vergangenen fünf Jahre hinweg hat die DB rund 20 Millionen Reisende im Fernverkehr hinzugewonnen. Ende dieses Jahres werden erstmals über 150 Millionen Reisende in ICE- und IC/EC-Zügen unterwegs gewesen sein. Mit der Strategie „Starke Schiene“ setzt die DB nach eigenen Angaben perspektivisch auf jährlich 260 Millionen Reisende.


red