Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg: DB Regio Nordost erhält Zuschlag für „Netz Lausitz“

Die Deutsche Bahn wird auch über das Jahr 2022 hinaus die Verkehrsleistungen im „Netz Lausitz“ erbringen. In rund drei Jahren sollen auf den Nahverkehrslinien RE 10, RE 13, RB 11 und RB 49 neue Züge vom Typ Mireo des Herstellers Siemens zum Einsatz kommen.


Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) hat im Auftrag des Landes Brandenburg und des Zweckverbands für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) den Zuschlag für das „Netz Lausitz“ an DB Regio Nordost erteilt. Vorausgegangen war ein europaweites Vergabeverfahren. Mit einem Gesamtvolumen von jährlich 4,3 Millionen Zugkilometern umfasst das Netz die Regionalexpress- und Regionalbahn-Linien: RE 10 Frankfurt (Oder) – Cottbus – Leipzig, RE 13 Cottbus – Senftenberg – Elsterwerda, RB 11 Frankfurt (Oder) – Cottbus – Calau – Falkenberg (Elster) und RB 49 Cottbus – Senftenberg – Elsterwerda – Falkenberg (Elster). Der neue Verkehrsvertrag beginnt im Dezember 2022 und hat nach VBB-Angaben eine Laufzeit bis 2035.

© Siemens

„Mit neuen Direkt-, Früh- und Spätverbindungen und einer zusätzlichen Linie zwischen Cottbus und Senftenberg verbessert sich das Angebot für die Fahrgäste in der Lausitz weiter“, heißt es vom VBB. Im künftigen Netz Lausitz soll zusätzlich zu den bereits heute fahrenden Linien RE 10, RB 11 und RB 49 die neue RE-Linie RE 13 zwischen Cottbus und Senftenberg eingeführt werden. Für diese Strecke ist ein Halbstundentakt, der den Fahrgästen unter anderem eine neue Umsteigeverbindung von Großräschen nach Cottbus ermöglicht, vorgesehen. Mit der zukünftig durchgehenden Verbindung zwischen Frankfurt, Cottbus, Falkenberg und Leipzig (RE 10, RB 11) sind zusätzliche Direktverbindungen (z.B. Guben – Finsterwalde oder auch Eisenhüttenstadt – Leipzig) vorgesehen.

Ab Dezember 2022 sollen im Netz Lausitz 3-teilige Neufahrzeuge vom Typ Siemens Mireo mit über 180 Sitzplätzen zum Einsatz kommen.


red, Titelfoto: DB AG