Unfallursache für Güterzugentgleisung im Januar 2013 steht fest

Laut dem kürzlich veröffentlichten Zwischenbericht der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) ist die Entgleisung eines Güterzuges in Recklinghausen Ost vor sieben Jahren auf einen fehlerhaften Einbau von Brückenquerbalken zurückzuführen, die unzulässige Abweichungen der Gleislage zur Folge hatten. Im Zusammenwirken mit einer weiteren Gleislagestörung, resultierend aus instabilem Unterbau am westlichen Brückenwiderlager, führten diese Oberbaumängel zur Entgleisung zweier Güterwagen.

Güterzug DGS 95748 war am 5. Januar 2013 gegen 16:32 Uhr mit dem sechsten und siebten Wagen während der Einfahrt in den Bahnhof Recklinghausen Ost entgleist. Erste Entgleisungsspuren wurden nach Angaben der Unfallermittler im Bereich kurz hinter der Brücke etwa in km 4,75 gefunden. Der Zug, der auf dem Weg von Neus nach Bad Schandau Ost war, bestand aus 25 leeren Kesselwagen. Infolge des Unfalls entstanden erhebliche Schäden an den betroffenen Wagen, am Oberbau sowie der Leit- und Sicherungstechnik. Verletzt wurde bei dem Ereignis niemand.


red, Titelfoto: BEU

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