Bundesregierung äußert sich zur negativen Entwicklung bei DB Cargo

Nach Ansicht der Bundesregierung sollte der Einzelwagenverkehr und die Wettbewerbsfähigkeit der DB-Güterbahntochter gegenüber privaten Güterbahnen gestärkt werden. Zudem beeinträchtige die derzeitige negative Entwicklung in diesem Geschäftsfeld zunehmend die wirtschaftliche Lage des Gesamtkonzerns.


Die Bundesregierung teilt die Auffassung des Bundesrechnungshofes, „dass die negative Entwicklung im Geschäftsfeld DB Cargo zunehmend die wirtschaftliche Lage der Deutschen Bahn AG beeinträchtigt“. Das geht aus der Antwort der Regierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor. Nach Angaben der DB AG habe das Ergebnis des Einzelwagenverkehrs im Jahr 2017 minus 181 Millionen Euro betragen und sei im Jahr 2018 auf minus 211 Millionen Euro gesunken. Im ersten Halbjahr 2019 habe es bei etwa minus 93 Millionen Euro gelegen.

„Der Einzelwagenverkehr und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Güterbahnen müssen gestärkt werden“, antwortet die Bundesregierung. Mit Programmen wie „Zukunft Bahn @ DB Cargo“ und der neuen Dachstrategie „Starke Schiene“ arbeite der Konzern an einer Verbesserung. Die Erarbeitung und Umsetzung konkreter Maßnahmen im Geschäftsbereich DB Cargo durch den Vorstand und die Interessenvertretungen der Arbeitnehmer werde durch die Beteiligungsverwaltung begleitet und durch die Bundesvertreter im Aufsichtsrat überwacht, heißt es weiter. Erste strukturelle Maßnahmen seien eingeleitet worden.

© DB AG

Für die Güterverkehrssparte wurde ein neues Vorstandsressort auf Konzernebene geschaffen. Mit Beginn des neuen Jahres hat Sigrid Nikutta den Vorstand Güterverkehr im DB-Konzern und Vorstandsvorsitz der Güterbahntochter DB Cargo AG übernommen. Die 50-Jährige befindet sich in diesen Tagen auf Stippvisite durch die DB-Cargo-Standorte. Die erfahrene Managerin war bereits in der Vergangenheit für die Güterbahntochter der Deutschen Bahn tätig. Von 2001 bis 2010 arbeitete sie für die damalige DB Schenker Rail Deutschland AG, wo sie unter anderem für den Ganzzugverkehr zuständig war.


red, Titelfoto: DB AG / Jochen Schmidt

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