Haltsignal überfahren – Rangierfahrt entgleist im Weichenbereich von Ingolstadt Hbf

Im Ingolstädter Hauptbahnhof hat sich ein Bahnbetriebsunfall ereignet. Ein Pressesprecher der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) bestätigte am Freitag auf Anfrage, dass es am Donnerstag (9. Januar) gegen 19 Uhr zu einer Entgleisung auf Höhe der Weiche 56 im Ein- bzw. Ausfahrbereich der Gleise 3 und 4 gekommen war. Die Deutsche Bahn sprach in ihren Fahrplanauskunftsmedien zunächst nur von einer „technischen Störung an der Strecke“ im Bereich Ingolstadt Hbf.

Die Pressestelle der Deutschen Bahn sowie die Bundespolizei bestätigten den Vorfall ebenfalls. Laut einem Bundespolizeisprecher war ein Triebfahrzeug beim Überfahren einer Weiche aus den Gleisen gesprungen. Die Ursache der Entgleisung sei derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Ein Bahnsprecher erklärte, dass bei dem Unfall „lediglich zwei Achsen eines Zuges aus der Spur geraten“ seien. „Weil im Ingolstädter Hbf genügend Ausweichgleise zur Verfügung stehen, gab es lediglich geringfügige Verspätungen. Der Zugbetrieb läuft mittlerweile wieder weitgehend normal“, hieß es von Seiten der DB-Pressestelle weiter.

Die genaue Ursache des Vorfalls ist noch nicht bekannt. Jedoch konnte der BEU-Sprecher bereits mitteilen, dass vor dem Unfall „ein haltzeigendes Signal nicht beachtet wurde“.

Verletzt wurde niemand. Zur möglichen Schadenshöhe liegen derzeit noch keine Angaben vor.


red – aktualisiert, Titelfoto: DB AG (Symbolbild / Archiv)