Randaliender Schwarzfahrer zwingt ICE zum außerplanmäßigen Halt

Einen außerplanmäßigen Halt von 31 Minuten musste am Donnerstagabend (9. Januar) ein ICE auf der Strecke zwischen Berlin und Hamburg einlegen. Grund dafür war ein 23-jähriger Mann, der Reisende belästigte und sich weigerte, seinen Fahrschein vorzuzeigen. Darüber hinaus hat sich der Mann gegenüber der Zugbegleiterin äußerst aggressiv verhalten. Laut Polizeiangaben griff er einen Bundeswehrangehörigen sowie einen in Uniform reisenden Polizisten mittels Fußtritten an, als diese im Zug unterstützend zur Hilfe eilten. Der Mann wurde daraufhin zu Boden gebracht und fixiert. Der Aufforderung des mitreisenden Polizeibeamten, sich auszuweisen, kam der 23-Jährige nicht nach. Er stellte sich zudem bewusstlos, woraufhin zusätzlich zu den alarmierten Einsatzkräften der Bundes- und Landespolizei auch ein Rettungswagen und ein Notarzt angefordert wurden. Aufgrund des Zwischenfalls wurde die Zugfahrt am Bahnhof Ludwigslust vorübergehend unterbrochen. Eine ärztliche Begutachtung des Mannes ergab, dass er wohl auf war.

Bei einer späteren Blutentnahme wurde ein Alkoholwert von 1,91 Promille festgestellt. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und des Erschleichens von Leistungen eingeleitet.


red, Titelfoto: Bahnblogstelle (Symbolbild)

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