Schwangere Mutter mit Kinderwagen beschwert sich über Bahnpersonal – Sind Zugbegleiter bei Hilfeleistungen nicht versichert?

Eine schwangere Mutter mit Kinderwagen hat sich via Twitter bei der Deutschen Bahn über das unfreundliche Verhalten einer Zugbegleiterin beschwert. Die Antwort, die dann von einem Mitarbeiter im DB Kundendialog folgt, verwundert.


Carina Zimniok, nach eigenen Angaben eine Redakteurin beim Münchner Merkur, hat sich via Twitter bei der Deutschen Bahn über das Verhalten einer Zugbegleiterin beschwert. Zur Vorgeschichte: Wie sie selbst schreibt, bat sie das Zugpersonal beim Einstieg mit einem Kinderwagen in den Regionalexpress RE4028 von München nach Nürnberg um Hilfe. Zimniok zufolge habe sich die „pampige“ Zugbegleiterin jedoch achselzuckend geweigert.

Auf Nachfrage über den Twitterkanal „Deutsche Bahn Personenverkehr“ (@DB_Bahn) erhielt die schwangere Mutter, die sich laut ihrem Profil derzeit in Elternzeit befindet, eine interessante Antwort: Ein Mitarbeiter des Kundendialogs twittert, dass die Kollegen „nicht versichert“ seien, „wenn sie Ihnen den Kinderwagen in den Zug tragen“. Deshalb hätte die Schaffnerin nicht helfen können. „Denn passiert dabei etwas, muss sie es auf ihre eigene Kappe nehmen.“

Hilfe erhielt Zimniok dann von einem Passanten, wie sie weiter schreibt. Zur Frage, ob eine Privatperson versichert wäre, konnte sich der Bahnmitarbeiter im Kundendialog nicht äußern, klar sei nur, dass die Kollegen „während ihrer Arbeitszeit dafür nicht versichert sind.“

Andreas Barth, Sprecher des Fahrgastverbands ProBahn, mischt sich in die Unterhaltung ein und wirft die Frage auf, wieso eine Hilfeleistung wie das Heben eines Kinderwagens in den Zug „keine dienstliche Handlung“ sei. Eine Antwort auf diese Nachfrage blieb zunächst aus.


red – aktualisiert, Titelfoto: Bahnblogstelle (Archiv)

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