Zugbegleiterin ignoriert Bitte um Hilfe: Deutsche Bahn entschuldigt sich für Tweet an schwangere Reisende

Die Deutsche Bahn hat sich bei der schwangeren Mutter, die sich am Wochenende via Twitter über die mangelnde Unterstützung einer Zugbegleiterin beim Einstieg in einen Regionalexpress beschwert hat, entschuldigt. Zudem korrigiert das Unternehmen seine Aussage, wonach das Zugpersonal bei Hilfeleistungen für Reisende nicht versichert sei.


Über den Twitterkanal der Deutschen Bahn teilt das Unternehmen am Montag mit, dass DB-Mitarbeiter, wenn sie Reisenden helfen, sehr wohl versichert seien. Zuvor war die verweigerte Hilfeleistung in einer Antwort damit begründet worden, dass das Zugpersonal „nicht versichert“ sei, wenn es beispielsweise Kinderwagen in den Zug trägt. Die Nachricht „auf Ihren Tweet war bedauerlicherweise falsch“, heißt es jetzt in einer weiteren Antwort auf den Tweet von Carina Zimniok. „Dafür möchten wir uns schon einmal auf diesem Wege ausdrücklich bei Ihnen entschuldigen.“

Die schwangere Mutter bat nach eigenen Angaben eine Zugbegleiterin von RE4028 (München – Nürnberg) beim Einstieg mit dem Kinderwagen um Hilfe. Die Bahnmitarbeiterin soll dies „pampig“ und mit den Achseln zuckend verweigert haben. Bahnblogstelle hatte am Samstag über den Fall berichtet.

Die Deutsche Bahn bedauert „die Unannehmlichkeiten, die die Kundin hatte. Unsere Antwort auf den Tweet der Kundin tut uns leid.“ Wie ein Sprecher der DB-Pressestelle auf Nachfrage hinzufügt, seien die Kundenbetreuer von DB Regio „dahingehend geschult und angehalten“, den „Reisenden – sei es mit Rollstuhl oder Kinderwagen – beim Ein- und Ausstieg aktiv behilflich zu sein.“ Das Unternehmen kündigte an, den Vorfall aufzuarbeiten.


red – aktualisiert, Titelfoto: Bahnblogstelle (Archiv)