Dumme Mutprobe: Jugendliche klettern auf Güterwagen – 17-Jähriger erleidet Stromschlag

In der Nacht von Freitag auf Samstag (10./11. Januar) kam es im Bereich des S-Bahnhofs Köln-Müngersdorf Technologiepark zu einem Stromunfall mit Jugendlichen. Ein 17-Jähriger wurde mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert.


Die Bundespolizei wurde in der Nacht zu Samstag gegen 02:30 Uhr alarmiert, nachdem es im Bereich des Bahnhofs Köln-Müngersdorf zu einem Stromunfall gekommen war. Wie die Beamten mitteilen, waren vor dem Unfall zwei Jugendliche auf einen abgestellten Güterzug geklettert, um sich einer Mutprobe zu unterziehen. Ein 17-Jähriger griff dabei nach der 15.000 Volt führenden Oberleitung, erlitt einen Stromschlag und fing sofort Feuer. Die Begleiterin versuchte ihren Freund mit der Jacke zu löschen und setzte einen Notruf ab. Am Bahnsteig befindliche Zeugen konnten den entstandenen „Lichtbogen“ sehen. Einsatzkräfte der Feuerwehr retteten den Jugendlichen vom Dach des Waggons und brachten ihn in eine Spezialklinik. Die geschockte Freundin stieg selbständig vom Dach des Waggons hinunter. Sie wurde in einem Krankenhaus ambulant behandelt.

Die Bahnstrecke zwischen Köln und Aachen musste für den Zeitraum der Rettungsmaßnahmen im Bereich Köln-Müngersdorf vorübergehend gesperrt werden. Sieben Züge erhielten eine Verspätung von insgesamt 328 Minuten. Die Bundespolizei hat Ermittlungen aufgenommen.


red, Titelfoto: Bahnblogstelle (Symbolbild)

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