Zwei Unfälle an Bahnübergängen in Oberfranken – Pkw-Fahrer stoßen mit Agilis-Triebwagen zusammen

In Oberfranken haben sich zu Beginn der Woche gleich zwei ähnliche Unfälle ereignet. In beiden Fällen sind Triebwagen des Bahnunternehmens Agilis beschädigt worden. Die Zahl der Verletzten hielt sich glücklicherweise in Grenzen. Ein Pkw-Fahrer wurde leicht, der andere schwer verletzt.


Am Montag (13. Januar) kam es an einem unbeschrankten Bahnübergang in Kösfeld bei Meeder (Landkreis Coburg) zu einem Verkehrsunfall. Nach Angaben der Polizei hatte ein 62 Jahre alter Pkw-Fahrer den aus Wiesenfeld in Richtung Coburg herannahenden Agilis-Triebwagen übersehen. Es kam zur Kollision, wodurch der Pkw in den angrenzenden Graben geschleudert wurde. Der Autofahrer wurde bei dem Unfall leicht verletzt, der Triebfahrzeugführer erlitt einen Schock. Die neun weiteren Insassen des Zuges blieben unverletzt. Der Gesamtschaden des Unfalls wird auf etwa 35.000 Euro geschätzt. Die Polizei hat gegen den 62-jährigen Autofahrer Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

Weiterer Unfall zwischen Bayreuth und Weidenberg

An einem Bahnübergang zwischen dem Bayreuther Ortsteil Friedrichsthal und dem Weidenberger Ortsteil Döhlau hat sich am Dienstagnachmittag (14. Januar) ein ähnlicher Unfall ereignet. Lokalen Medienberichten zufolge war dort ein 60-jähriger Fahrer eines VW Amarok ebenfalls mit einem Zug des Bahnunternehmens Agilis zusammengestoßen. Bei der Kollision wurde der Pkw-Fahrer schwer aber nicht lebensgefährlich verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Die etwa 40 Fahrgäste – darunter auch mehrere Kinder – und der Lokführer blieben unverletzt. Der entstandene Sachschaden soll sich auf insgesamt etwa 50.000 Euro belaufen. Der Bahnverkehr auf der Strecke zwischen Bayreuth und Weidenberg musste für mehrere Stunden unterbrochen werden.


red, Titelfoto: Freiwillige Feuerwehr Meeder

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