Feste Bremse löst Feuerwehreinsatz im Bahnhof Waiblingen aus

  AKTUALISIERT   Aufgrund der Rauchentwicklung an einem Personenzug mussten Einsatzkräfte der Feuerwehr zum Bahnhof Waiblingen in Baden-Württemberg ausrücken.


Der Vorfall wurde am Donnerstagmorgen (16. Januar) gegen 5 Uhr mit dem Einsatzstichwort „brennender Zug“ gemeldet. Der Grund war offenbar eine feste Bremse. Der Zugverkehr im Bereich des Bahnhofs wurde zeitweise unterbrochen. Als die Feuerwehr am Einsatzort eintraf, war kein Brand mehr zu erkennen. Die etwa 15 Fahrgäste wurden aus dem Zug evakuiert. Um kurz vor 6 Uhr konnte die Sperrung des Bahnhofs wieder aufgehoben werden. Der Verkehrsverband Stuttgart (VVS) meldete gegen 6:30 Uhr, dass der Feuerwehreinsatz beendet wurde. Es kam zu bahnbetrieblichen Verzögerungen.

Wie die Bundespolizei später mitteilte, waren bei der Räumung des Zuges zwei auf dem Arbeitsweg befindliche Mitarbeiter der Deutschen Bahn in unmittelbaren Kontakt mit dem Rauch gekommen, als sie einem Rollstuhlfahrer beim Verlassen des Zuges halfen. Die beiden hilfsbereiten Männer begaben sich anschließend in medizinische Behandlung. Hinweise auf weitere verletzte Personen liegen derzeit nicht vor. Die Bundespolizei hat nach eigenen Angaben Ermittlungen wegen des Verdachts der Gefährdung des Bahnverkehrs aufgenommen. Zeugen, sowie eventuell weitere Geschädigte, werden gebeten sich unter der Telefonnummer 0711/870350 zu melden.

Bei dem verursachenden Fahrzeug handelte es sich um den Steuerwagen von DPN 81787. Das Bahnunternehmen Go-Ahead Baden-Württemberg GmbH nutzt derzeit geliehene Fahrzeuge für den Betrieb seiner im Dezember 2019 übernommenen Nahverkehre. Der Zug der Linie RE 90 war auf dem Weg von Stuttgart nach Nürnberg.


red – aktualisiert, Titelfoto: Feuerwehr Waiblingen