Stadler liefert 21 weitere KISS an die ungarische Staatsbahn

Der ungarische staatliche Bahnbetreiber MÁV-START und der Zughersteller Stadler haben kürzlich einen Vertrag über die Lieferung von weiteren 21 elektrischen Doppelstock-Triebzügen des Typs KISS unterschrieben. Das Auftragsvolumen beläuft sich nach Herstellerangaben auf rund 313 Millionen Euro. Im April 2017 hatten MÁV-START und Stadler einen Rahmenvertrag über 40 Doppelstocktriebzüge unterzeichnet. Mit diesem dritten Abruf hat der ungarische Bahnbetreiber das Kontingent vollständig ausgeschöpft. Die Auslieferung des 40. und letzten Zuges ist für Ende 2022 vorgesehen.

Die knapp 156 Meter langen Züge bestehen jeweils aus sechs Wagen und sind in der Lage, bis zu 600 Fahrgäste aufzunehmen. In den Zügen sind jeweils vier Toiletten verbaut, davon eine auch für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität. In den Multifunktionsbereichen finden vier Rollstühle sowie zwölf Fahrräder oder fünf Kinderwagen Platz. Die neuen Fahrzeuge sind mit den Zugbeeinflussungssystemen EVM und ETCS Level 2 ausgerüstet. Damit können die Züge in Ungarn auf den modernisierten Strecken bis zu 160 Stundenkilometer schnell fahren.


red, Titelfoto: Stadler