Tschechien: Zug gerät bei Fahrt durch Eisenbahntunnel in Brand

Ein Personenzug auf dem Weg von München nach Prag ist am Dienstagabend (14. Januar) in Brand geraten. Als das Feuer im Bereich des ersten und zweiten Wagen hinter der Lokomotive ausbrach, befand sich der Expresszug der staatlichen Eisenbahn Ceske Drahy (CD) gerade in einem mehr als vier Kilometer langen Eisenbahntunnel nahe der tschechischen Stadt Pilsen. Die Bahnbediensteten konnten den Brand noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte löschen. Die Feuerwehr rückte dennoch mit einem Großaufgebot an. Die insgesamt rund 35 Reisenden wurden aus dem Zug evakuiert und über die zweite Tunnelröhre in Sicherheit gebracht. Zwei Männer seien bei dem Vorfall leicht verletzt worden, sie klagten über Atembeschwerden und wurden dem Rettungsdienst zur Untersuchung übergeben. Die übrigen Personen blieben unverletzt. Der Grund für den Brand war offenbar ein technischer Defekt.

Der Tunnel Ejpovice ist mit 4150 Metern der längste Eisenbahntunnel Tschechiens. Er ging Ende 2018 in Betrieb und verkürzt die Fahrzeit zwischen Pilsen und Prag um rund neun Minuten. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Tunnel beträgt 160 Kilometer pro Stunde.


red – aktualisiert, Titelfoto: Feuerwehr Pilsen

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