Ohne Fahrschein im ICE – Bundespolizisten holen bewaffneten Schwarzfahrer aus Zugtoilette

Weil sich ein 34-jähriger Mann am Donnerstag (16. Januar) im ICE ohne gültigen Fahrschein aufhielt, rief eine Zugbegleiterin die Bundespolizei um Hilfe. Die Bahnmitarbeiterin meldete zudem, dass der Mann im Besitz eines Messers gewesen sei. Der Zug befand sich auf der Fahrt von Berlin nach München. Beim Zwischenhalt im Erfurter Hauptbahnhof holten Bundespolizisten den 34-Jährigen, der sich zwischenzeitlich auf einer Toilette versteckt hatte, aus dem Zug. Die Beamten stellten bei ihm zwei Messer sicher. Ein Atemalkoholtest ergab bei dem Albaner einen Wert von 0,96 Promille. Er wurde vorläufig festgenommen.

27-Jähriger greift Zugbegleiterin an

In einem anderen Fall wurde am Mittwoch (15. Januar) eine Zugbegleiterin in einem ICE von Erfurt nach Fulda angegriffen. Ein 27-jähriger Mann, der ohne gültigen Fahrschein unterwegs war, folgte der Bahnmitarbeiterin nach der Ticketkontrolle ins Dienstabteil. Dort schlug er auf einen Monitor ein und drückte der Zugbegleiterin gewaltsam gegen den Hals. Ein mitgereister Bundeswehrsoldat kam ihr zur Hilfe. Nach der Ankunft im Bahnhof Bad Hersfeld stellten Beamte der örtlichen Polizei die Personalien der beteiligten Personen fest. Für die Durchführung der polizeilichen Maßnahmen musste der 27-Jährige, ein marokkanischer Asylbewerber aus Meckenheim, die Beamten zur Wache begleiten. Anschließend wurde er an das zuständige Bundespolizeirevier Fulda übergeben. Gegen den Schwarzfahrer wurde durch die Bundespolizeiinspektion Kassel ein Strafverfahren wegen Verdachts der Körperverletzung und des Erschleichens von Leistungen eingeleitet.


red, Titelfoto: Bundespolizei (Symbolbild)

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