Eisenbahnblogger über Nachtzugverkehr: „ÖBB nehmen wichtige Rolle in Europa ein“

Nach Ansicht von Niki Schmölz nehmen die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) mit ihrem Nachtzugverkehr derzeit eine „wichtige Rolle in Europa ein.“ Das sagte der 21-jährige Eisenbahnblogger anlässlich des Starts der neuen ÖBB-Nightjet-Verbindung zwischen Wien bzw. Innsbruck und Brüssel.


Die ÖBB wollen ihren Nachtzugverkehr bis 2026 stufenweise weiter ausbauen. Erst am vergangenen Sonntag wurde eine neue Verbindung in Betrieb genommen. Ab sofort verkehren zweimal wöchentlich Nightjet-Züge von Österreich in die belgische Hauptstadt und zurück. Wie der Wiener Eisenbahnblogger Niki Schmölz gegenüber Bahnblogstelle verriet, sei jede neue Nachtzugverbindung „ein Schritt Richtung Klimaschutz“ und bedeute „eine Stärkung der Schiene im internationalen Mobilitätssystem.“ Gerade zwischen Wien und der Europa-Hauptstadt Brüssel gebe es viel Flugverkehr. „Durch den ÖBB Nightjet gibt es nun eine klimafreundliche Alternative!“, betont Schmölz, der seit 2017 einen eigenen Eisenbahnblog in Österreich betreibt.

Von Österreich nach Belgien: ÖBB startet neue Nightjet-Verbindung in Richtung Brüssel

„Die ÖBB nehmen in Europa eine wichtige Rolle ein: Als größter Nachtzuganbieter schaffen sie auch auf längeren Strecken Alternativen zum Flugzeug und sind somit Teil der Ökologisierung im internationalen Verkehr“, erläutert der 21-Jährige. „Durch faire Preise sowie gutes Marketing wurde um den ÖBB Nightjet ein wahrer Hype ausgelöst und das Angebot wird gut angenommen.“

Aus Sicht des jungen Eisenbahnkenners, dem das Thema Mobilität auf der Schiene nach eigenen Worten am Herzen liegt, gibt es aber noch einige interessante Routen und Destinationen in Europa, die momentan von Nachtzügen noch nicht abgedeckt sind. „Wien – Paris wäre hier ein Beispiel“, so Schmölz.

Die Österreichischen Bundesbahnen haben Ende 2016 den Nachtzugverkehr der Deutschen Bahn teilweise übernommen und bauen ihr Angebot derzeit weiter aus. Neben den bestehenden Zielen wie Berlin, Hamburg, Zürich, Rom, Venedig und nun Brüssel gibt es bereits Überlegungen für weitere Verbindungen nach Skandinavien oder Spanien.


red, Titelfoto: ÖBB/Daniel Liebl / Niki Schmölz

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