Zweijähriges Kind verletzt: Staatsanwaltschaft klagt 32-Jährigen wegen Flaschenwurf aus Partyzug an

Durch den Flaschenwurf aus einem fahrenden Partyzug ist am 1. November 2019 ein zweijähriges Kind am Bahnhof Kamen in Nordrhein-Westfalen schwer verletzt worden. Kurz darauf konnte ein 32-jähriger Mann aus Moers als Tatverdächtiger ermittelt werden.


Medienberichten zufolge hatte er den Flaschenwurf – einige Tage später bei einer erneuten Befragung der Fahrgäste auf der Rückfahrt des Partyzuges – gegenüber Polizeibeamten eingestanden. Dem 32-Jährigen, der damals unter Alkoholeinfluss gestanden habe, tue sein „im Nachhinein für ihn nicht erklärbares Verhalten aufrichtig leid“, sagte sein Anwalt laut einem Bericht von RP Online. Der Beschuldigte stehe mit der Familie des verletzten Kindes über eine Polizistin in Kontakt, heißt es dem Bericht zufolge weiter. Die Staatsanwaltschaft in Dortmund wirft dem Mann fahrlässige Körperverletzung vor. Bei einer Verurteilung drohen ihm eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahre Haft. Wann der Prozess am Amtsgericht Kamen beginnt, stehe noch nicht fest. Der Anwalt des Mannes wünscht sich ein „faires Urteil“.

Das zweijährige Mädchen wurde nach der Tat mit lebensgefährlichen Verletzungen in die Kinderklinik Hamm eingeliefert. Die Diagnose war damals ein offenes Schädel-Hirn-Trauma, berichtet die Wetterauer Zeitung. Mittlerweile gehe es dem Kind wieder gut. In einer mehrstündigen Operation kämpften die Ärzte um ihr Leben. Die Mutter des Kindes empfinde „keinen Hass gegen den Mann“, aber er habe „Scheiße gebaut und muss dafür geradestehen“, sagte sie laut einem Bericht von DER WESTEN.


red, Titelfoto: Peter Freitag / Pixelio (Symbolbild)