Regionalverkehre im Netz Donau-Isar ausgeschrieben – Einsatz von Neufahrzeugen ab 2024

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft hat die Nahverkehrsleistungen für das Netz Donau-Isar ausgeschrieben. Der neue Verkehrsvertrag soll einen Zeitraum von 12 Jahren umfassen und im Dezember 2024 starten.


Die Regionalzugverkehre auf den Strecken von München Hbf bzw. München Flughafen über Landshut nach Passau bzw. Regensburg werden neu vergeben. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat dazu bereits Ende 2019 das Wettbewerbsverfahren eröffnet. Das künftige Netz Donau-Isar integriert den heutigen Flughafenexpress (ÜFEX), den Donau-Isar-Express und die Regionalbahn von Freising nach Landshut. Mit Betriebsstufe 1 will die BEG rund 5,3 Millionen Zugkilometer pro Jahr bestellen. Ab Betriebsstufe 2, die mit Inbetriebnahme der 2. S-Bahn-Stammstrecke in München beginnt, ist eine Reduzierung auf nur noch 5,0 Millionen Zugkilometer pro Jahr vorgesehen. Die BEG begründet dies damit, dass die Regionalbahn Freising – Landshut zu diesem Zeitpunkt in einer neuen Regional-S-Bahn aufgeht und dann in einem anderen Vertrag kontrahiert wird.

Die Ausschreibung endet am 11. Mai 2020. Der Zuschlag für das Netz soll voraussichtlich Mitte des Jahres erteilt werden. Die Betriebsaufnahme ist nach BEG-Angaben für Dezember 2024 vorgesehen. Die Laufzeit des neuen Verkehrsvertrages soll voraussichtlich zwölf Jahre betragen und im Dezember 2036 enden.

Zum Wettbewerbsprojekt Donau-Isar gehören folgende Strecken:

  • München Hbf – Landshut Hbf – Plattling – Passau Hbf (Betriebsstufen 1 und 2),
  • (Schwaigerloh –) München Flughafen – Landshut Hbf – Regensburg Hbf (Betriebsstufen 1 und 2),
  • (München Hbf –) Freising – Moosburg – Landshut Hbf (Betriebsstufe 1) und
  • Zur Hauptverkehrszeit: München Hbf – Landshut Hbf – Plattling/Regensburg Hbf (Betriebsstufe 2).

Ab Dezember 2024 soll der Takt der Regionalbahn von Freising nach Landshut auf ein stündliches Angebot verdichtet werden. Mit Eröffnung der 2. S-Bahn-Stammstrecke, voraussichtlich 2028, sollen zudem die Regionalexpress-Züge auf den Strecken zwischen München und Landshut/Plattling/Regensburg in den Hauptverkehrszeiten öfter fahren.

Die BEG verlangt mit Beginn des neuen Vertrages den Einsatz von barrierefreien und klimatisierten Neufahrzeugen mit elektrischem Antrieb und hoher Kapazität. Darüber hinaus muss der künftige Betreiber eine sogenannte „Sitzbereitschaft“ für Reserve-Triebfahrzeugführer vorhalten, um krankheitsbedingte Zugausfälle zu minimieren.


red, Titelfoto: DB AG / Georg Wagner