Beinahekollision auf eingleisiger Strecke – Triebfahrzeugführer bringt Regionalzug rechtzeitig zum Stehen

  UPDATE   Wie die Bundespolizei mitteilt, hat sich am Mittwoch (22. Januar) ein gefährlicher Zwischenfall ereignet. Auf der eingleisigen Bahnstrecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Reutte (Tirol) standen sich am späten Nachmittag zwei Regionalzüge unmittelbar gegenüber. Zu einer Kollision kam es glücklicherweise nicht. 


Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei fuhr der Zug mit Fahrziel Reutte gegen 17:00 Uhr auf den Bahnhof Griesen zu, während zeitgleich der Gegenzug in Richtung Garmisch-Partenkirchen noch auf Höhe Griesen stand. Der Lokführer des mit etwa 60 Kilometer pro Stunde fahrenden Zuges bemerkte, dass sich auf der eingleisigen Strecke bereits ein anderes Schienenfahrzeug befand und bremste seinen Zug ab. Etwa 25 Meter vor dem wartenden Fahrzeug kam der zweite Regionalzug zum Stehen, teilte ein Bundespolizeisprecher mit. Die rund 60 Fahrgäste der beiden Züge blieben unverletzt und wurden durch Feuerwehrkräfte evakuiert. Seitens der Deutschen Bahn wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Ob die ungeplante Begegnung der zwei Regionalzüge bei Griesen auf einen technischen Defekt oder auf eine menschliche Unachtsamkeit im Bahnbetrieb zurückzuführen ist, stehe noch nicht fest. Beide Möglichkeiten werden im Rahmen der laufenden Ermittlungen durch die Bundespolizei Rosenheim geprüft.

Update 24.01., 14:39 Uhr: Die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) hat ebenfalls Ermittlungen zu diesem Vorfall aufgenommen. Auf Anfrage teilt die Behörde mit, dass die Beweissammlung im Rahmen einer Voruntersuchung gegenwärtig noch nicht abgeschlossen sei. „Daher kann ich Ihnen zur Ursache noch keine Informationen weiterreichen“, so der BEU-Sprecher.


red, Titelfoto: Bundespolizei