BEU nennt Unfallursache für Güterzugentgleisung in München-Riem im Februar 2017

Die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) geht davon aus, dass die Entgleisung von Güterzug KT 62902 im Februar 2017 in München-Riem bereits beim Umschlagen der Ladung entstanden ist.


Wie die Behörde in einem Zwischenbericht mitteilt, sei der betroffene Wagen höchstwahrscheinlich im Rahmen des Containerumschlages angehoben worden, wodurch mindestens ein Radsatz die Spurführung verlor. „Dieser Radsatz befand sich bereits zu Beginn der Zugfahrt mit dem Spurkranz auf der Lauffläche der in Fahrtrichtung des Zuges rechten Schiene. Im Rahmen der wagentechnischen Behandlung sowie der Zugvorbereitung blieb die Entgleisung unbemerkt“, schreiben die Unfallermittler.

Am 6. Februar 2017 entgleiste das nachlaufende Drehgestell des dritten Containertragwagens von Güterzug KT 62902 auf Höhe der Weiche 236 des Bahnhofs München-Riem Ubf in Fahrtrichtung links. Der Vorfall ereignete sich gegen 21:15 Uhr während der Ausfahrt des Zuges in Richtung Hamburg-Billwerder Ubf. Verletzt wurde bei dem Ereignis niemand. Der entstandene Sachschaden an den Eisenbahnfahrzeugen und an der Infrastruktur lag nach Angaben der BEU bei ca. 65.500 Euro.

Quelle: BEU

red, Titelfoto: Bahnblogstelle (Symbolbild)