Nach Zugentgleisung in Horb am Neckar: Staatsanwaltschaft geht Anfangsverdacht gegen Bahnmitarbeiter nach

  UPDATE   Infolge der Zugentgleisung am gestrigen Donnerstag hat die Staatsanwaltschaft in Rottweil Ermittlungen wegen Gefährdung des Bahnverkehrs eingeleitet. Es gebe den Anfangsverdacht gegen einen Bahnmitarbeiter.


Nach der Zugentgleisung von IC 2382 im Bahnhof Horb(Neckar) haben am heutigen Freitag die Bergungsarbeiten begonnen. Im Zuge dieser Arbeiten ist der Strom in der Oberleitung vorübergehend abgeschaltet worden. Für die davon betroffene Bahnstrecke zwischen Eutingen im Gäu und Sulz am Neckar wurde seitens der Deutschen Bahn ein Busnotverkehr eingerichtet.

Wie der Schwarzwälder Bote unterdessen berichtet, gebe es von Seiten der Staatsanwaltschaft einen Anfangsverdacht. Dieser richte sich gegen einen Bahnmitarbeiter und nicht gegen eine „Person von außen“. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Rottweil hat ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Bahnverkehrs gemäß § 315 a StGB eingeleitet. Nähere Informationen wurden bislang nicht genannt.

Am gestrigen Donnerstag (23. Januar) war ein Intercity der Deutschen Bahn gegen 20:00 Uhr bei der Einfahrt in den Bahnhof Horb am Neckar mit drei Wagen entgleist. Der Zug war auf dem Weg von Konstanz nach Stuttgart. Im Intercity befanden sich nach Angaben der Bundespolizei bis zu 100 Personen, die durch alarmierte Einsatzkräfte evakuiert wurden. Laut der Feuerwehr wurde bei dem Unfall niemand verletzt. Die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) hat die Zugentgleisung als Unfall gemäß Artikel 20 Abs. 2 der europäischen Sicherheitsrichtlinie eingestuft und die Untersuchungen zur Ursachenermittlung aufgenommen. Das teilte die Behörde am Freitag auf Nachfrage mit. Zur möglichen Ursache konnte sich der BEU-Sprecher noch nicht äußern.

Intercity im Bahnhof Horb am Neckar entgleist – rund 100 Reisende aus Zug evakuiert


red, Titelfoto: Bundespolizei

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