Internationaler Tag des Gedenkens – Lutz: „Haben Verantwortung, die Erinnerung an die Verbrechen im Nationalsozialismus wach zu halten“

Die Deutsche Bahn AG als Rechtsnachfolgerin der früheren Reichsbahn erinnert heute am Internationalen Tag des Gedenkens an ihre „beschämende Rolle“ und die Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus.


Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG:

„Heute ist der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Heute vor 75 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befreit. Auch gerade wir als Deutsche Bahn haben mit unserer wechselseitigen Historie und der beschämenden Rolle der Reichsbahn in Deutschland eine immerwährende Verantwortung, die Erinnerung an die Verbrechen im Nationalsozialismus wach zu halten, damit Rassismus und Antisemitismus keinen Platz in unserer Gesellschaft und der gemeinsamen Zukunft haben.“

Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurde die damalige Reichsbahn innerhalb weniger Jahre zu einem Werkzeug der Diktatur. Sie entwickelte sich zu einem zentralen Transportmittel für das Millitär und wurde dazu genutzt, die Deportation von Millionen Menschen in die Konzentrations- und Vernichtungslager des nationalsozialistischen Regimes voranzutreiben.

„Im Mai 2019 durfte ich an einer Gedenkveranstaltung in Yad Vashem in Jerusalem teilnehmen und dort eine Spende zur Errichtung des Shoah Heritage Campus übergeben. Damit tragen wir als Deutsche Bahn mit dazu bei, dass auch in Zukunft an die Leben und Schicksale Einzelner erinnert werden kann. Dazu bedarf es guter Archive und würdevoller Orte der Begegnung. Die unterstützen wir auch in Deutschland, zum Beispiel mit dem Mahnmal Gleis 17 am Bahnhof Berlin-Grunewald oder mit der Dauerausstellung im DB Museum.“


red