Bauarbeiten nördlich von Bamberg: Längere Reisezeit für Fernzüge zwischen Berlin und München

Nach Angaben der Deutschen Bahn kommt es vom 31. Januar (19:30 Uhr) bis 6. Februar (5:30 Uhr) zu Fahrplanänderungen auf den Fernzugverbindung zwischen Berlin und München. 


Für den weiteren Ausbau der Bahnstrecke München–Berlin werden ab dem kommenden Freitag die Züge zwischen Nürnberg und Erfurt über Würzburg umgeleitet. Der Grund dafür sind Bauarbeiten nördlich von Bamberg. Davon betroffen sind auch die ICE-Züge zwischen Berlin und München. Bei den umgeleiteten Zügen verlängert sich die Reisezeit zwischen Nürnberg und Erfurt um meist rund 90 Minuten. Einzelne Fahrten entfallen. Bestimmte ICE/IC-Halte in Augsburg, Donauwörth, Erlangen, Bamberg, Coburg, Lichtenfels, Kronach, Saalfeld/Saale, Jena, Naumburg und Weißenfels können nach DB-Angaben nicht angeboten werden.

Die Sperrung der Stammstrecke nördlich von Bamberg ist unter anderem notwendig, um die Schienen für den viergleisigen Ausbau eines drei Kilometer langen Abschnitts auf Waggons antransportieren zu können. Insgesamt 13 Kilometer Schienen mit je 180 Metern Länge werden im Bauabschnitt entladen und zur Montage vorbereitet. Weiterhin werden Oberleitungsmaste gegründet und Brückenprüfungen der Autobahnbrücke A 70 im Gleisbereich durchgeführt.

Der Abschnitt um Hallstadt ist Teil der Schnellfahrstrecke München-Berlin. Sie war mit Fertigstellung der etwa 230 Kilometer langen Neubaustrecken Ebensfeld-Erfurt-Leipzig/Halle (Saale) im VDE 8 Ende 2017 eröffnet worden. Derzeit folgt bei laufendem Zugverkehr abschnittsweise der viergleisige Ausbau zwischen Nürnberg und Ebensfeld. Die Geschwindigkeit ab Ebensfeld in Richtung Süden wird durch den Ausbau auf 230 km/h für die Fernbahngleise erhöht. Die Arbeiten im Abschnitt Hallstadt dauern bis 2023.


red, Titelfoto: DB AG