Technische Mängel an neuen Intercity-2-Zügen – Deutsche Bahn reagiert verärgert auf Hersteller Bombardier

Die Deutsche Bahn verweigert die Abnahme von 25 neuen Intercity-2-Zügen. Grund dafür seien technische Mängel, die Hersteller Bombardier zuerst beseitigen müsse. Die ersten 17 der insgesamt 42 doppelstöckigen Züge der zweiten Bauserie gingen bereits Anfang 2019 in Betrieb – und weisen seither offenbar enorme Probleme auf.


Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) beschreiben interne Vermerke von Bahnmitarbeitern die grotesken Zustände der neuen IC2-Fahrzeuge: So soll das Betriebssystem der Züge regelmäßig zusammenbrechen, vor allem beim Wechsel der Fahrtrichtung. Um das Problem in den Griff zu bekommen, seien dann zwei Lokführer notwendig, heißt es. Oft würden daher Züge ganz ausfallen. Zudem müssten Lokführer bereits eine Stunde vor Abfahrt am Zug sein, um das System zu starten. Hinzu komme, dass Bombardier die Ausrüstung mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS häufig verschoben habe.

Zughersteller Bombardier wollte sich dem Bericht zufolge nicht zu den Vorwürfen äußern. Von Seiten der Deutschen Bahn heißt es laut SZ nur, dass man interne Dokumente oder Marktgerüchte grundsätzlich nicht kommentieren werde. Richtig sei aber, dass man die IC2-Züge der zweiten Bauserie mängelbedingt nicht vom Hersteller abnehme. Man erwarte eine schnelle Behebung der Mängel durch den Hersteller und prüfe darüber hinaus „rechtliche Mittel“.


red, Titelfoto: DB AG

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