Fahrgast stoppt Zug per Notbremsung, spielende Kinder am Gleis und weitere Polizeimeldungen

Polizeimeldungen in der Übersicht: Fahrgast stoppt Zug per Notbremsung +++ Spielende Kinder am Gleis +++ Autofahrer zwingt Lokführer zur Schnellbremsung +++ 43-Jähriger stielt 21 Waggonbeschilderungen und löst grundlos Feueralarm aus +++


+++ Schwalmstadt: Fahrgast stoppt Zug per Notbremsung +++

Ein 27-jähriger Mann hat am Donnerstag (30. Januar) gegen 13 Uhr offensichtlich grundlos die Notbremse eines Zuges betätigt. Der Vorfall hat sich nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Kassel im Bereich des Bahnhofs Treysa im nordhessischen Schwalmstadt ereignet. Der Zug, der auf dem Weg in Richtung Frankfurt am Main war, fuhr zuvor mit einer Geschwindigkeit von rund 120 km/h. Verletzt wurde durch die starke Bremsung glücklicherweise niemand. Laut Bundespolizeisprecher Klaus Arend sei die Gefahr groß, dass Personen bei solchen, überraschenden Bremsungen stürzen und sich dabei verletzen. Alarmierte Beamte der Polizei Schwalmstadt stellten den Tatverdächtigen, einen somalischen Asylbewerber, vor Ort fest. Über den Grund, warum er die Notbremse betätigt hat, ist nichts bekannt.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat gegen den 27-Jährigen ein Strafverfahren wegen des Missbrauchs von Nothilfemitteln und des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Der Mann konnte nach den polizeilichen Maßnahmen wieder gehen.


+++ Halle (Saale): Spielende Kinder am Gleis +++

Am Freitagvormittag (31. Januar) wurde die Bundespolizeiinspektion Magdeburg durch die DB-Notfallleitstelle über mehrere Kinder informiert, die sich an einer Bahnstrecke im Bereich Halle-Südstadt aufgehalten haben. Eine Streife des Bundespolizeireviers Halle wurde unter Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten zum Ereignisort beordert. Beim Eintreffen der Beamten flüchteten drei Kinder aus dem Gefahrenbereich. Sie konnten kurz darauf aber gestellt werden. Die zwei 14-jährigen Jungen und das 13-jährige Mädchen waren sich der Gefahrenlage nicht bewusst und wurden durch die Einsatzkräfte eindringlich darüber belehrt. Anschließend brachten die Bundespolizisten die Drei zu ihrer Schule und übergaben sie dort. Solche unerlaubten Gleisaufenthalte sind für die Bundespolizei leider keine Seltenheit.


+++ Tönning (Ortsteil Kating): Autofahrer zwingt Lokführer zur Schnellbremsung +++

Am Donnerstag (30. Januar) wurde die Bundespolizei zu einem Einsatz auf der Bahnstrecke Tönning – St. Peter Ording in Schleswig-Holstein gerufen. Der Triebfahrzeugführer einer Regionalbahn hatte auf der Fahrt in Richtung St. Peter Ording einen weißen Ford bemerkt, der zügig auf den Bahnübergang bei Kating zu fuhr. Um eine Kollision zu verhindern, gab der Triebfahrzeugführer einen Achtungspfiff ab und leitete eine Schnellbremsung ein. Einige Meter vor dem Bahnübergang kam der Zug laut Polizeiangaben zum Stehen. Zu einer Kollision kam es nicht. Im Zug wurde durch die Schnellbremsung niemand verletzt.

Da sich der Lokführer das Kennzeichen des Pkw merken konnte, wurde der Fahrzeughalter durch eine Streife der Bundespolizei aufgesucht und mit den Vorwürfen konfrontiert. Laut den Ermittlern stellte sich dabei heraus, dass nicht er sondern der Vater gefahren sei. Den 61-Jährigen erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr.


+++ Magdeburg: 43-Jähriger stielt 21 Waggonbeschilderungen und löst grundlos Feueralarm aus +++

Ein Bahnmitarbeiter hat am Freitag (31. Januar) einen Mann dabei beobachtet, wie dieser im Hauptbahnhof Magdeburg ohne ersichtlichen Grund die Scheibe der Notrufeinrichtung am Bahnsteig 1 und 2 einschlug und damit einen Feueralarm auslöste. Eine Gefahrensituation lag nicht vor. Verständigte Bundespolizisten stellten den 43-Jährigen und nahmen ihn mit zur Dienststelle. Im Rahmen der Durchsuchung seines Gepäcks stellten die Beamten insgesamt 21 Waggonbeschilderungen fest. Der Tatverdächtige gab an, diese am 25. Januar von einem Zug im Bereich zwischen Düsseldorf und Köln entwendet zu haben. Die aufgefundenen Beschilderungstafeln wurden sichergestellt. Der Tatverdächtige muss nun mit Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung, Missbrauch von Nothilfemitteln und Diebstahl rechnen. Bei der Identitätsfeststellung stellte sich heraus, dass der Mann zudem durch die Staatsanwaltschaft und das Amtsgericht Leipzig bereits zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben war.


red, Titelfoto: Bahnblogstelle (Symbolbild)