Deutsche Bahn baut Kooperation mit share aus – Mineralwasserkauf im Zug unterstützt Hilfsprojekt und reduziert Plastik

Fahrgäste der Deutschen Bahn können seit Anfang Februar in der Bordgastronomie in ICE- und IC/EC-Zügen die nachhaltigen Mineralwasser-Flaschen des Start-up-Unternehmens share kaufen – und so laut DB-Angaben Bauprojekte für Trinkwasserbrunnen weltweit finanzieren sowie Plastik sparen. 


Das Prinzip von share: Nach dem 1+1 Prinzip sichert jede Flasche share Mineralwasser einen Tag Trinkwasser für einen Menschen in Not, entweder durch den Bau oder die Reparatur von Brunnen oder Handpumpen. Die DB will künftig jährlich 2,3 Millionen Flaschen Wasser von share beziehen. Dafür sollen bis zu 15 Brunnen pro Jahr finanziert werden – mindestens ein Brunnen pro Monat. So werde eine permanente Wasserversorgung für mindestens 5.000 Menschen jährlich geschaffen, teilt das Unternehmen mit. Die ersten Brunnen sollen ab Sommer 2020 mit der Hilfsorganisation „Aktion gegen Hunger“ in Liberia gebaut werden.

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Die Deutsche Bahn wolle sich „gleichermaßen für den Erhalt unserer Umwelt und lebenswichtiger, natürlicher Ressourcen“ einsetzen, erklärt Michael Peterson, Vorstandsvorsitzender DB Fernverkehr. „Gemeinsam mit share wollen wir Plastik reduzieren und Trinkwasser sichern. Auch dort, wo den Menschen die Mittel dafür fehlen.“ Sebastian Stricker, Gründer und Geschäftsführer von share: „Wir sind stolz und glücklich darüber, die Deutsche Bahn für das Konzept von share gewonnen zu haben.“ Die Bahn sei für das Vorankommen beim Klima- und Umweltschutz unerlässlich, zeigt sich Stricker überzeugt. „Zusammen können wir ein starkes Zeichen für sozialen Zusammenhalt setzen und den weltweiten Plastikberg weiter reduzieren.“

Die neuen Halbliter-Mehrwegwasserflaschen, in denen das Wasser (Still und Sprudel) geliefert wird, bestehen zu 35 Prozent aus recyceltem Material. Gegenüber einer Mehrwegflasche gleichen Gewichts ohne Rezyklatanteil könnten so jährlich bis zu 38 Tonnen Plastik eingespart werden, heißt es.

Mit der Zusammenarbeit knüpfen share und Deutsche Bahn an eine Aktion im Sommer 2019 an, bei der ein Bio-Nussriegel von share in der Bordgastronomie verkauft wurde. Im Rahmen der ersten Kooperation konnten 100 Kinder im Senegal über die sechsmonatige kritische Trockenzeit hinweg mit Mahlzeiten versorgt werden. Das Berliner Start-up stellt für jedes verkaufte Produkt – Mineralwasser, Snacks oder Hygieneartikel – einem Menschen in Not ein gleichwertiges Produkt bereit. Das Unternehmen habe bereits 75 Brunnenprojekte in Afrika und Asien abgeschlossen, mehr als sechs Millionen Mahlzeiten gespendet und drei Million Hygieneleistungen ermöglicht.


red, Titelfoto: DB AG