15-Jähriger von Zug erfasst, Straßenbahnfahrer bei Entgleisung schwer verletzt und weitere Polizeimeldungen

Polizeimeldungen in der Übersicht: 15-Jähriger von Zug erfasst +++ Straßenbahnfahrer bei Entgleisung schwer verletzt +++ Frau randaliert im Zug +++ Steinewerfer beschädigen ICE +++


+++ Baddeckenstedt: 15-Jähriger von Zug erfasst +++

Ein 15-jähriger Junge ist am Dienstag (4. Februar) im Bahnhof Baddeckenstedt im Landkreis Wolfenbüttel von einem Zug erfasst und dabei tödlich verletzt worden. Wie lokale Medien berichten, wollte der Jugendliche wohl über die Gleise laufen. Der Lokführer des herannahenden Zuges des Bahnunternehmens erixx konnte den Personenunfall trotz Einleitung einer Schnellbremsung nicht mehr verhindern. Der Verunfallte verstarb noch an der Unfallstelle. Die Bahnstrecke zwischen Hildesheim und Baddeckenstedt war zeitweilig gesperrt. Die örtliche Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.


+++ Duisburg: Straßenbahnfahrer bei Entgleisung schwer verletzt +++

Am Dienstagvormittag (4. Februar) entgleiste gegen 10:55 Uhr auf der Ehinger Straße in Höhe der Einmündung Richard-Seiffert-Straße eine DVG-Straßenbahn der Linie 903. Kurz hinter der Einmündung hätte die in nördliche Richtung fahrende Bahn an der Haltestelle „Tiger & Turtle“ halten sollen, prallte jedoch etwa 15 Meter vorher gegen einen Strommast. Durch die Kollision wurde das Führerhaus der Straßenbahn stark beschädigt; der 54-jährige Fahrer wurde schwer verletzt. Er musste durch Einsatzkräfte der Feuerwehr aus dem Führerhaus geborgen werden und wurde anschließend per Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

In der Straßenbahn befanden sich Polizeiangaben zufolge lediglich zwei Fahrgäste (21, 60), die mit leichten Verletzungen vorsorglich ebenfalls in Krankenhäuser kamen. Nachdem die Oberleitung stromlos war, wurde die Unfallstelle von Polizisten und einem Sachverständigen untersucht. Bei der Unfallaufnahme fand sich ein etwa faustgroßer Gegenstand aus Metall, der sich unter dem Rad eines Waggons verkeilt hatte. Ob dieser Klumpen für die Entgleisung ursächlich war und wie er dorthin kam, müssen die weiteren Ermittlungen klären.


+++ Netzschkau: Frau randaliert im Zug +++

Laut einer Mitteilung der Bundespolizeiinspektion Klingenthal hat eine 32-jährige Frau am Montagabend (3. Februar) in einem Regionalzug der Linie RB 2 zwischen Plauen und Zwickau randaliert. Aufgrund des Vorfalls blieb der Triebwagen der Vogtlandbahn etwa eine Stunde lang am Haltepunkt Netzschkau stehen und verspätete sich. Hinzugerufene Bundespolizisten mussten die Plauenerin fesseln, weil sie einen der Beamten offenbar gegen dessen Bein getreten hatte und die Einsatzkräfte sowie das Bahnpersonal fortwährend aggressiv beleidigte. Zeugenangaben zufolge habe sie zuvor den Triebfahrzeugführer des Zuges mit ihrem Fuß in dessen Bauchbereich getreten sowie Fahrgäste mit im Zug befindlichem Informationsmaterial beworfen. Ein hinzugezogener Notarzt wies die Beschuldigte schließlich in ein Krankenhaus ein. Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen Körperverletzung, Beleidigung sowie Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet und in diesem Zusammenhang Videoaufzeichnungen gesichert.


+++ Mannheim: Steinewerfer beschädigen ICE +++

Am Sonntagnachmittag (2. Februar) haben bislang unbekannte Täter gegen 15 Uhr einen ICE mit Steinen beworfen. Dieser befand sich auf dem Weg von Frankfurt am Main nach Mannheim. Auf Höhe der Autobahnbrücke, vor dem Bahnhof Mannheim-Waldhof, nahm der Lokführer drei jugendliche Personen wahr, die möglicherweise als Täter oder Zeugen in Frage kommen könnten. Durch den Bewurf wurde die äußerste Scheibe eines doppelt verglasten Fensters beschädigt. Um den Schaden vorläufig in Stand zu setzen musste der Zug am Mannheimer Hauptbahnhof seinen Halt über eine halbe Stunde verlängern. Die Schadenshöhe wird vorläufig auf ca. 1.000 Euro beziffert. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen. Personen, die hierzu Angaben machen können, werden gebeten sich bei der Bundespolizeiinspektion Karlsruhe unter 0721/120160 zu melden.


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