17 zusätzliche Züge für den Fernverkehr – Deutsche Bahn stellt ersten Stadler-Doppelstock-Intercity vor

Im Berliner Hauptbahnhof ist am Mittwoch der erste von insgesamt 17 zusätzlichen Doppelstockzügen für den Fernverkehr der Deutschen Bahn vorgestellt worden. Die neuen Fahrzeuge sollen ab März in vier ostdeutschen Bundesländern verkehren.


Die Deutsche Bahn bringt in wenigen Wochen zusätzliche Fernverkehrszüge auf die Schiene. 17 Doppelstockzüge des Herstellers Stadler sollen die bestehende Fahrzeugflotte kurzfristig verstärken. Verkehren werden die ersten neun elektrischen Triebzüge ab dem 8. März auf der Intercity-Linie zwischen Rostock und Dresden.

DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber |
© DB AG / Oliver Lang

Die 17 Fahrzeuge stammen ursprünglich aus dem Bestand der österreichischen Westbahn und werden für den künftigen Einsatz im Intercity-Verkehr der Deutschen Bahn auf das typische IC-Design angepasst. Der erste Zug wurde am heutigen Mittwoch im Berliner Hauptbahnhof der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Der jüngste Flottenzuwachs macht einen ganztägigen Zwei-Stunden-Takt zwischen Rostock, Berlin und Dresden möglich“, erklärt DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber. „Mit neuen Zügen und neuen Angeboten leisten wir Schritt für Schritt unseren Beitrag für den Klimaschutz und die Mobilitätswende in Deutschland.“

Die neuen Intercity-Züge sind elektrisch angetriebene vierteilige Einheiten mit 300 Sitzplätzen. Sie verfügen über WLAN, ein Reservierungssystem, moderne Fahrgastinformationssysteme und haben Platz für ausreichend Gepäck und acht Fahrräder. In zwei Reisecafés werden Getränke und Snacks angeboten. Panoramascheiben im Ober- und Unterdeck sowie abwechslungsreiche Sitzlandschaften tragen nach DB-Angaben zu einer angenehmen Reise bei. Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste erreichen den Zug über eine mitgeführte Rampe. Es stehen zwei Rollstuhlstellplätze und ein behindertengerechtes WC zur Verfügung. Ein Wegeleitsystem in Brailleschrift erleichtert die Orientierung.

Die Fernverkehrslinie Dresden–Berlin–Rostock ist Teil der neuen Unternehmensstrategie „Starke Schiene“, mit der die DB mehr Verkehr auf die Schiene bringen will. Ziel ist es, die Anzahl der Fernverkehrsreisenden auf 260 Millionen Kunden pro Jahr zu verdoppeln.

Das Beschaffungsvolumen zur laufenden Modernisierung des DB Fernverkehrs umfasst Unternehmensangaben zufolge 8,5 Milliarden Euro. Insgesamt investiert die Deutsche Bahn deutlich über zwölf Milliarden Euro in ihre Fahrzeugflotte. 


red, Titelfoto: Bahnblogstelle / Jens Rohde

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