Nach Zugunglück in Italien: Staatsanwaltschaft prüft menschliches Versagen als Ursache

Nach dem schweren Zugunglück in Italien am Donnerstag (6. Februar) prüft die zuständige Staatsanwaltschaft menschliches Versagen als Unfallursache.


In der Nacht vor dem Unfall habe es Wartungsarbeiten an einer Weiche auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Mailand und Bologna gegeben. Wie der ermittelnde Staatsanwalt Domenico Chiaro sagte, sei die Weiche in einer Position gewesen, in der sie nicht hätte sein sollen. „Wenn die Weiche geradeaus gestellt gewesen wäre, wäre der Zug nicht entgleist“, so Chiaro.

Bei dem schweren Zugunglück in der Nähe von Casal Pusterlengo im Norden Italiens sind am Donnerstagmorgen gegen 5:30 Uhr zwei Lokführer ums Leben gekommen, rund 30 weitere Menschen wurden verletzt. Den Ermittlungen zufolge war der vordere Triebkopf vom Rest des Zuges abgerissen und hatte sich überschlagen. Anschließend sprangen auch die nachfolgenden Wagen aus dem Gleis; der erste Wagen kippte zudem um. Der Zug war zum Zeitpunkt des Unfalls mit etwa 290 km/h unterwegs.

Schweres Zugunglück in Italien: Hochgeschwindigkeitszug südöstlich von Mailand entgleist


red, Titelfoto: Polizia di Stato

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