München Ost: Neues Stellwerk gegen alte Probleme – ESTW soll Relaisstellwerk ersetzen

Das etwa 50 Jahre alte Relaisstellwerk München Ost, das seit längerer Zeit immer wieder für Probleme und Störungen sorgt, soll in den kommenden Jahren durch ein neues Elektronisches Stellwerk (ESTW) abgelöst werden. Die Deutsche Bahn investiert rund 220 Millionen Euro in die Modernisierung.


DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) haben am Donnerstag bekannt gegeben, dass das alte und störanfällige Relaisstellwerk am Münchner Ostbahnhof bis Mai 2023 erneuert werden soll. Die Inbetriebnahme des neuen Elektronischen Stellwerks (ESTW) soll damit rund ein halbes Jahr früher als bislang geplant erfolgen. Investiert werden in die Umrüstung rund 220 Millionen Euro.

© Bahnblogstelle

Aus technischen Gründen sei es nicht möglich, die neue Stellwerkstechnik vor dem Jahr 2023 in Betrieb zu nehmen. Besonders aufwendig sei die Programmierung der Software sowie die Verlegung neuer Kabel am Gleis, erklärte Volker Hentschel, Vorstand Produktion der DB Netz AG, laut einem Bericht der Münchner Abendzeitung. Außerdem müssten die Arbeiten vor allem nachts und am Wochenende stattfinden, damit der Betrieb nicht komplett unterbrochen werden muss.

Vorgesehen ist, dass zunächst nur die Stellwerkstechnik für die S-Bahn erneuert wird. Für den Regional- und Fernverkehr soll das alte Stellwerk noch in Betrieb bleiben. Erst ab 2028 soll dann die Überwachung und Sicherung des gesamten Zugverkehrs für den Bereich München Ost vom neuen ESTW aus erfolgen.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte Söder im Dezember aufgefordert, sich für eine zeitnahe Erneuerung des alten Relaisstellwerks einzusetzen.

Wegen zahlreicher S-Bahn-Störungen: Oberbürgermeister Reiter fordert zügige Stellwerkserneuerung in München Ost


red, Titelfoto: CSU

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