Hamburg: Neues Wohnheim für Auszubildende der Deutschen Bahn

Auszubildende der Deutschen Bahn können in Hamburg künftig in einem neuen Wohnheim der Stiftung Auszubildendenwerk wohnen.


Bei der feierlichen Eröffnung in Hamburg-Harburg sagte die Konzernbevollmächtigte für die Länder Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen, Manuela Herbort: „Wir werden in diesem Jahr fast 230 neue Auszubildende in Hamburg einstellen. Da wollen wir als Arbeitgeber mehr bieten als nur eine faire Ausbildungsvergütung.“ Für Auszubildende, die für ihre Ausbildung in eine andere Stadt gehen, seien die hohen Mieten in Ballungsräumen ein besonderes Problem. „Deshalb entwickeln wir im Rahmen unserer Wohnraum-Offensive auch Angebote, die sich an den besonderen Bedürfnissen von Auszubildenden orientieren.“

In Hamburg kooperiert die DB bereits seit 2016 mit dem Azubiwerk. Jetzt hat sie diese Zusammenarbeit ausgebaut und kann auf 38 zusätzliche WG-Zimmer in einem der beiden Azubi-Wohnheime zurückgreifen. Nach der Fertigstellung des geplanten dritten Wohnheims sollen insgesamt mehr als 60 Plätze für DB-Azubis zur Verfügung stehen.

„Die Eröffnung unseres zweiten Wohnheims für Auszubildende erfüllt uns mit Stolz, denn die Nachfrage nach günstigem Wohnraum ist nach wie vor sehr hoch“, sagte Patrick Fronczek, Vorstand der Stiftung Azubiwerk. „Seit 2016 sind bei der Stiftung Azubiwerk mehr als 7.000 Bewerbungen auf Wohnheimplätze eingegangen. Bei der Schaffung weiterer Plätze hat sich die Kooperation mit Unternehmen, wie der Deutschen Bahn AG, als Erfolgsmodell erwiesen. Aus diesem Grund suchen wir gemeinsam mit der Bahn auch an anderen Standorten Grundstücke um weitere Wohnheime zu ermöglichen“, so Fronczek weiter.

Das Konzept des Azubiwerks biete neben bezahlbaren Mieten und modernen Räumlichkeiten mit Gemeinschaftsräumen auch ein sozialpädagogisches Betreuungsangebot. Die Kaltmiete beträgt im Schnitt rund 230 Euro je vollausgestattetem Zimmer in einer 2er-, 3er- oder 4er-WG. Die Deutsche Bahn prüft nach eigenen Angaben aktuell die Ausweitung der Zusammenarbeit mit der Stiftung Azubiwerk über Hamburg hinaus. Herbort sieht einen steigenden Bedarf an Azubi-Wohnraum: „Was für Studenten seit langem üblich ist, muss angesichts von Fachkräftemangel und schwierigen Wohnungsmärkten auch für Auszubildende gelten – die Wahl des Ausbildungsortes muss unabhängig vom Wohnort der Eltern möglich sein.“


red, Titelfoto: DB AG