BEU nennt Unfallursache für Güterzugentgleisung in Augsburg im Februar 2019

Wie aus dem Zwischenbericht zur Güterzugentgleisung in Augsburg vor etwa einem Jahr hervorgeht, gehen die Ermittler der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) davon aus, dass der Unfall durch einen Hemmschuh verursacht wurde.


Die Entgleisung von Güterzug DGS 44506 im Augsburger Hauptbahnhof am 15. Februar 2019 gegen 1:32 Uhr ist nach Angaben der zuständigen Ermittler auf einen Hemmschuh zurückzuführen. Dieser wurde mitgeschleift, verkeilte sich im Bereich der Weiche 973 und führte so zur Entgleisung der letzten drei Wagen. Durch den Unfall entstanden erhebliche Schäden auf einer Länge von rund 400 Metern. Unter anderem wurden Schienen, Schwellen, acht Weichen sowie zwei Oberleitungsmasten und die Oberleitung selbst beschädigt. Die Höhe des Sachschadens betrug geschätzt rund 3,5 Millionen Euro. Personen wurden bei dem Vorfall nicht verletzt. Der verunfallte Güterzug war auf dem Weg vom Augsburger Rangierbahnhof Nord in Richtung Antwerpen-Noord.

Laut dem Zwischenbericht habe eine mangelhafte Zugvorbereitung zum Unfall geführt. „Der bei der Bereitstellung des Zuges zur Sicherung gegen unbeabsichtigtes Bewegen untergelegte Hemmschuh wurde vor der Abfahrt nicht ordnungsgemäß entfernt“, schreiben die Ermittler.


red, Titelfoto: Pixelio (Symbolbild)

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