München: Ab 2025 sollen BMW-Mitarbeiter von einer neuen Pendel-S-Bahn über den Nordring profitieren

Auf dem Münchner Nordring könnten in einigen Jahren nicht mehr nur Güterzüge, sondern auch S-Bahnen planmäßig unterwegs sein. Weil vor allem BMW-Mitarbeiter davon profitieren würden, will sich der Autobauer auch an den Kosten des Projekts beteiligen.


Der Euroindustriepark, das Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) von BMW und die Station Karlsfeld sollen von 2025 an mit der S-Bahn über den Münchner Nordring erreichbar werden. Eine vom Freistaat Bayern mitbeauftragte Machbarkeitsstudie hatte bereits vor einem Jahr ergeben, dass die Strecke, auf der eine Pendel-S-Bahn zum Einsatz kommen soll, grundsätzlich machbar sei. Weil davon in großem Maße der Autobauer BMW profitieren würde, will sich das Unternehmen laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung mit einer nicht genannten Summe an den Kosten von bis zu 29 Millionen Euro beteiligen.

Die bisherigen Pläne sehen einen neuen Bahnsteig an der Knorrstraße vor, über den das FIZ und die U-Bahn-Haltestelle Frankfurter Ring erreichbar sein sollen. Der BMW-Konzern will das Vorhaben aktiv unterstützen, damit die eigenen Mitarbeiter nicht mit dem Auto zur Arbeit kommen müssen. Denn zu den derzeit 25.000 Arbeitsplätzen am FIZ und den 8.500 im BMW-Werk Milbertshofen sollen wohl bis zu 15.000 weitere neue Arbeitsplätze hinzukommen. Mit täglich etwa 3.100 Fahrgästen – später voraussichtlich deutlich mehr – sei zu rechnen. Die Station Karlsfeld sei als letzter Halt im Westen vorgesehen. Dort könnte ein zusätzlicher Bahnsteig an der Ostseite des bestehenden S-Bahnhofs gebaut werden.

Im September 2019 erklärte Herbert Grebenc, Bereichsleiter Immobilien der BMW Group, dass die schienengebundene Anbindung über den Nordring ein wichtiger Schritt sei, das nördliche Umland besser anzubinden. „Bereits heute trägt die BMW Group mit zahlreichen Maßnahmen wie beispielsweise eigenen Bussen, flexiblen Arbeitszeiten, subventionierten ÖPNV-Angeboten, einem intelligentem Parkraummanagement sowie der Förderung von Radverkehr dazu bei, die Verkehrsbelastung in den kritischen Spitzenstunden zu reduzieren.“ Dem Unternehmen sei, so Grebenc weiter, die Stärkung aller Verkehrsträger im Modalmix gleichermaßen wichtig.

Quelle: Open Railway Map

red, Titelfoto: Bahnblogstelle (Archiv)

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