Hessische Landesbahn erhält Zuschlag für Teilnetz Wetterau West-Ost – 30 Neufahrzeuge ab Dezember 2022 vorgesehen

Die Hessische Landesbahn fährt auch in Zukunft in der Wetterau: Bei der europaweiten Ausschreibung des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) für das Teilnetz Wetterau West-Ost hat sie für weitere zehn Jahre den Zuschlag erhalten. Start des neuen Verkehrsvertrages ist der 11. Dezember 2022.


Das Teilnetz Wetterau West-Ost, das die Regionalbahnlinien RB 46 (Gießen – Gelnhausen), RB 47 (Wölfersheim-Södel – Friedberg – Frankfurt) und RB 48 (Nidda – Friedberg – Frankfurt) umfasst, wird auch über das Jahr 2022 hinaus von der Hessischen Landesbahn bedient. Ebenfalls zum Verkehrsvertrag gehören die optionale Erweiterung im Falle der Reaktivierung der Horlofftalbahn (Verlängerung der RB 47 von Wölfersheim-Södel bis Hungen) und der Lumdatalbahn.

„Wir freuen uns, mit der Neuausschreibung die Weichen für eine moderne Fahrzeugflotte und ein stetig wachsendes Fahrtenangebot zu stellen. Ab 2022 kommen unsere Fahrgäste nicht nur in den Genuss von fabrikneuen Fahrzeugen, sondern auch von kostenlosem WLAN, das wir auf immer mehr Regionalzugstrecken anbieten“, so RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat. Veit Salzmann, Geschäftsführer der Hessischen Landesbahn GmbH ergänzt: „Dieser Auftrag ist ein ganz wichtiger Meilenstein für uns, weil wir uns hier im Wettbewerb um Leistungen behaupten konnten, die wir auch vorher bereits viele Jahre erbracht haben.“

Die 30 fabrikneuen Fahrzeuge des Typs Coradia Lint 41 von Hersteller Alstom, die im Teilnetz Wetterau West-Ost zum Einsatz kommen werden, sind laut Verkehrsverbund großzügig und hell eingerichtet, behindertengerecht ausgestattet und erfüllen die neueste Abgasnorm Stage V. Darüber hinaus verfügen die Fahrzeuge über 120 Sitzplätze und sind mit zwei Mehrzweckbereichen für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder sowie einer barrierefreien Universaltoilette ausgestattet. Neben kostenlosem WLAN stehen Steckdosen am Platz bereit. Die Fahrgastinformation erfolgt über Bildschirme mit Echtzeitdatenanzeige, welche auch die nächsten Anschlüsse an Umsteigebahnhöfen umfasst. Um einen bequemen Einstieg auch an Bahnsteigen zu ermöglichen, bei denen eine Stufe zum Fahrzeug besteht, verfügen die Züge an jeder Tür über einen automatischen Schiebetritt.


red, Titelfoto: HLB (Archiv)