Jugendliche werfen Radio auf Zugdach und verursachen erheblichen Sachschaden

Am Dienstag (25. Februar) kam es gegen 16:20 Uhr im Stadtgebiet von Magdeburg, an der Bahnstrecke Magdeburg – Stendal, zu einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr.


Wie die Bundespolizei mitteilt, haben zwei bisher unbekannte Jugendliche einen Regionalzug, der vom Haltepunkt Magdeburg-Neustadt kommend in Richtung Haltepunkt Magdeburg Eichenweiler fuhr, von einer Fußgängerbrücke an der Saalestraße mit einem Gegenstand beworfen. Nach Stand der Ermittlungen handelte es sich dabei um ein altes Radio. Das Gerät traf den Dachbereich des Zuges und löste einen Lichtbogen aus, der wiederum einen Kurzschluss verursachte.

Der Triebfahrzeugführer leitete daraufhin eine Schnellbremsung ein und brachte seinen Zug nach etwa 400 Metern zum Stehen. Durch das Wurfgeschoss und den dadurch ausgelösten Lichtbogen wurde der komplette Stromabnehmer des Triebfahrzeugs beschädigt. Zudem wurde der Hauptschalter stark in Mitleidenschaft gezogen. Eine Weiterfahrt des Zuges war somit nicht mehr möglich. Im Regionalzug befanden sich Polizeiangaben zufolge 75 Fahrgäste, die glücklicherweise alle unverletzt blieben.

Der Zug musste anschließend abgeschleppt werden. Infolge des Vorfalls musste der Streckenabschnitt für rund eineinhalb Stunden gesperrt werden. Nach Angaben der Bundespolizei erhielten 16 Züge insgesamt 397 Minuten Verspätung.

Die Bundespolizeiinspektion Magdeburg, die unter der Telefonnummer 0391/56549555 erreichbar ist, hat die Ermittlungen wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen und bittet mögliche Zeugen um Hinweise.


red, Titelfoto: Bundespolizei

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