Deutsche Bahn bereitet sich auf mögliche Coronavirus-Fälle vor

Wie die Deutsche Bahn mitteilt, habe sich das Unternehmen nach eigenen Angaben auf eine drohende Ausbreitung des Coronavirus (Covid-19) in Deutschland „umfassend vorbereitet“. Der Bahnbetrieb soll ohne Einschränkungen weiterlaufen.


„In Zügen und Bussen der DB gelten die bekannten Vorsorgehinweise des Robert-Koch-Instituts wie gründliches Händewaschen oder die schnelle Entsorgung von benutzten Taschentüchern“, heißt es aus der Konzernzentrale in Berlin. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es für Bahnkunden keinerlei Einschränkungen. Allerdings sei die Deutsche Bahn in ständigem Austausch mit den Gesundheitsbehörden von Bund und Ländern, dem Bundesinnenministerium sowie dem Bundesverkehrsministerium, denen jeweils weitere Entscheidungen zum Bahnbetrieb obliegen. „Die bestehenden Pandemieplanungen der DB werden den Aktualisierungen der Bundesregierung und der Bundesländer angepasst“, heißt es weiter. Die DB folge dabei zudem den Vorsorgeempfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

Bei einem von Behörden festgestellten Coronavirus-Verdacht soll der betroffene Bereich im Zug gesperrt und nach der Fahrt professionell gereinigt und desinfiziert werden. Die Fahrgäste werden durch das Zugpersonal informiert, dass sie ihre Kontaktdaten hinterlegen sollen, um von den Behörden im Bedarfsfall kontaktiert werden zu können. Hierfür wurde die Hotline 0800 5 14 15 14 eingerichtet.

Für Reisende mit Fahrscheinen in die vom Coronavirus betroffenen Gebiete in Italien hält die DB ihre Kulanzregelung aufrecht: Kunden, die ihre Reise nicht mehr antreten möchten, können ihren Fahrschein kostenfrei erstatten lassen. Gleiches gelte ab sofort für Reisende mit einer Fahrkarte des DB Fernverkehrs, bei denen der konkrete Reiseanlass aufgrund des Coronavirus entfällt (z.B. offizielle Absage einer Messe, eines Konzerts, Sport-Events o.ä.). Die kostenfreie Erstattung gelte auch für den Fall, dass ein gebuchtes Hotel im Zielort (ggf. im Ausland) unter Quarantäne steht. „Wir bitten betroffene Kunden, sich an die Verkaufsstellen und die Kundenservice-Kanäle der DB zu wenden“, teilt das Unternehmen mit.


red, Titelfoto: DB AG / Oliver Lang