Ursache für Güterzugentgleisung in Hannover im März 2013 steht fest

Laut einem Zwischenbericht der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung ist die Zugentgleisung im Bahnhof Hannover-Linden vor etwa sieben Jahren auf Gleislagefehler zurückzuführen.


Die Güterzugentgleisung, die sich Anfang März 2013 in Hannover-Linden ereignet hat, ist durch Abweichungen von der Gleissolllage und daraus resultierenden Gleislagefehlern im Bereich der Weichenverbindung W11 / W12 zwischen den Strecken 1760 und 1750 verursacht worden. Das geht aus dem Zwischenbericht der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) hervor.

© BEU

Den Unfallermittlern zufolge sind die Ausprägung und Wechselwirkungen durch den Infrastrukturbetreiber, bei dem es sich um die DB Netz AG handelt, im Rahmen von zuvor durchgeführten Regelinspektionen nicht in vollem Umfang erkannt worden. „Soweit Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt wurden, konnten diese nicht nachhaltig gewesen sein, da gleichartige Gleislagefehler kurze Zeit später bei Inspektionen erneut auftraten“, heißt es im BEU-Bericht. „Über die Zeit summierten sich dadurch im Bereich der Weichenverbindung Einzelfehler, die sich zu kombinierten Gleislagefehlern entwickelten.“ Begünstigt durch die Gleisgeometrie der eingestellten Zugfahrstraße für Güterzug KT 50528 (Schlängelfahrt durch die Weichenverbindung mit Bogen und Gegenbogen), „konnten die kombinierten Gleislagefehler die Wagen derart anregen, dass es in der nachfolgenden Weiche 13 zur Entgleisung kam.“

Güterzug KT 50528 war am 2. März 2013 gegen 1:37 Uhr mit zwei Wagen in der Weiche 13 des Bahnhofs Hannover-Linden entgleist. Der Zug befand sich auf der Fahrt von Bebra nach Maschen. Personen wurden bei dem Unfall nicht verletzt. An den Fahrzeugen und der Infrastruktur entstanden Sachschäden in Höhe von geschätzt rund einer Million Euro.


red, Titelfoto: BEU

Advertisements